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Stralsund Reisetrends: Wohin zieht es die Stralsunder 2020?
Vorpommern Stralsund Reisetrends: Wohin zieht es die Stralsunder 2020?
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06:00 19.11.2019
Sie wissen, wo’s hingeht (v.l.): Grit Wolf, Britta Sternberg und Pauline Schenk arbeiten im Stralsunder DER Reisebüro. Quelle: Martin Krause
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Stralsund

Deutschland bleibt Rekordweltmeiser! Nach Auswertung der Tourismusanalyse des Instituts für Zukunftsforschung haben zwei Drittel der Bundesbürger in diesem Jahr eine Urlaubsreise von mehr als fünf Tagen unternommen, der höchste Anteil an der Gesamtbevölkerung weltweit. Bei den Reisezielen steht Deutschland selbst mit 59 Prozent Buchungsanteil auf dem Spitzenplatz. Bei den Auslandszielen liegt Spanien ganz vorn, gefolgt von Griechenland und Portugal. Wohin zieht es die Menschen aus Stralsund und Umgebung diesen Winter und welche Ziele stehen im nächsten Jahr hoch im Kurs? Die OZ hat die Reise-Experten in Stralsund zu den aktuellen Trends befragt.

„In der Wintersaison 2019 sind die Kanarischen Inseln und andere Orte mit Sonnengarantie wie die Türkei und Griechenland nach wie vor beliebt“, sagt Kati Kastner vom TUI Travel-Star Reisebüro im Linden-Center. Seit einem halben Jahr rückt auch das krisengeschüttelte Ägypten wieder in den Fokus der Urlaubswilligen. „Das Land am Nil punktet insbesondere mit preiswerten All-Inclusive-Angeboten und Tauch- und Badevergnügen“, berichtet Grit Wolf vom DER Reisebüro in der Mönchstraße. Der Aufsteiger der Saison sei Mazedonien, verrät ihre Kollegin Anne Reuschel vom Reiseland Stralsund im Strelapark.

Die klassischen Wintersportgebiete in den Alpen sind hingegen in den Reisebüros weniger gefragt. „Das ist allerdings auch dadurch zu begründen, dass in diesem Bereich die Tendenz zur Direktbuchung geht“, sagt Wolf.

Kreuzfahrten weiterhin beliebt

Die spätestens seit der „Fridays-for-Future-Bewegung“ aus ökologischer Sicht in Verruf gekommenen Schiffskreuzfahrten bleiben bei den Stralsundern im Trend. Der Grund hierfür liegt einerseits in der einfachen Erreichbarkeit der Häfen Rostock und Hamburg, andererseits in den Bemühungen der Reedereien, durch ökologisch effiziente Neubauten und Umrüstungen älterer Schiffe das ramponierte Image der Ozeanriesen aufzubessern, berichtet Wolf. Das Thema komfortabler Reisebeginn beschäftige die Kunden auch in puncto Flugreisen. Die Insolvenz der ab Rostock operierenden Airline „Germania“ sowie das als zu gering empfundene Flugangebot ab Rostock-Laage sähen viele als Manko für einen entspannten Reisestart in Mecklenburg-Vorpommern.

Fernreisen: Die Suche nach dem Besonderen

Bei Kunden, die es weit in die Welt hinauszieht, steht vermehrt die Suche nach einem individuellen Reiseerlebnis im Vordergrund. So machen Destinationen wie Chile oder die Insel Sansibar zunehmend den „Platzhirschen“ im Fernreisesegment wie der Karibik oder Thailand Konkurrenz. Ferner erfreuen sich Rundreisen in Kleingruppen, wie zum Beispiel Safariausflüge, immer größerer Beliebtheit.

Zurück ins Reisebüro

In Zeiten von Onlineportalen auf dem Reisemarkt führt für viele Bewohner der Hansestadt der Weg zurück zum persönlichen Gespräch im Reisebüro vor Ort. Das klassische Wälzen von dicken Katalogen hat allerdings ausgedient. Bei Grit Wolf und ihrem Team geht der Trend zur individuellen Paketerstellung für daheim, inklusive digitaler Vertragsunterzeichnung und Buchen vom heimischen Sofa aus. Auch andere Reisebüros, wie das TUI Travel-Star Reisebüro oder das Reiseland Stralsund, setzen zunehmend auf Digitalisierung.

Thomas Cook und die Folgen

Die Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook im September 2019 verunsichert viele Kunden zusätzlich. Grit Wolf und ihre Mitarbeiterinnen werden seither vermehrt zur Seriosität der jeweiligen Anbieter sowie den finanziellen Sicherungsmöglichkeiten von Pauschalreisen gefragt. Neben dem gestiegenen Bedürfnis zur Absicherung sorgt die Pleite des Konzerns auch für eine große Zahl von Umbuchungen und der Suche nach alternativen Anbietern für bereits geplante oder gebuchte Reisen. Fest steht: Alle bei Thomas Cook und Partnerunternehmen, wie zum Beispiel Neckermann, für das Jahr 2020 gebuchten Reisen werden leider ausfallen müssen.

Egal ob exotischer Erlebnistrip, entspannte Kreuzfahrt, Badeurlaub oder heimische Gefilde: 29 Prozent der in der Tourismusanalyse 2019 Befragten wollen im kommenden Jahr sogar mehr Geld für den Urlaub ausgeben als bisher. „Derzeit herrscht für das gesamte Jahr 2020 bei den Reiseveranstaltern Hochkonjunktur“, sagt Anne Reuschel vom Reiseland und ihre Mitarbeiterin Judith Bogusch ergänzt: „Ende November können wir beginnen, die Kreuzfahrten für das Jahr 2021 für unsere Kunden zu buchen.“ Die Zeichen für eine erfolgreiche Titelverteidigung stehen mehr als gut!

Von Martin Krause

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