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Stralsund „Ein Baumhaus! Das wär’s!“
Vorpommern Stralsund „Ein Baumhaus! Das wär’s!“
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00:02 20.09.2017
Nicole Klawohn, Michael Hoyer, Rocco und Julia Pantermöller (hinten v.l.), Erik Klawohn (8), Leopold Pantermöller (7), Theo Klawohn (4) und Johann Pantermöller (3, vorn v.l.) haben Wünsche für den Spielplatz in Parow.
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Stralsund

Eine große grüne Fläche, umsäumt von Bäumen und Sträuchern. Ein Paradies für Kinder, aber... „Die Tischtennisplatte ist total hinfällig, es wäre toll, wenn wir eine neue bekommen könnten“, sagt Nelly Arndt. Die Elfjährige ist mit ihrer Mama auf den Spielplatz im Amanda-Weber-Ring gekommen, um ihre Meinung zu sagen. Das Amt für Planung und Bau hatte Schulkinder und junge Erwachsene aus dem Wohngebiet links der Parower Chaussee eingeladen, um über Ideen für den künftigen Spielplatz zu reden.

Kinder äußern Wünsche und Ideen für ihren Spielplatz im Wohngebiet in Parow

Schnell wird klar, dass die Wünsche der Parower realisierbar sind. „Das Spielraumentwicklungskonzept der Stadt sieht vor, die Spielplätze der Stadt auszubauen“, erklärt Petra Koos, die im Amt die Verantwortliche für die Spielplätze ist. „Für diesen Platz hier stehen 15000 Euro zur Verfügung.“ Bisher sind auf der Fläche einige Spielgeräte wie Rutsche, Wippe oder Schaukel und jene Tischtennisplatte, die schon bessere Tage gesehen hat, und ein paar Sitzgelegenheiten zu finden. Insgesamt zu wenig für die 51 Kinder unter 18 Jahren, die im Wohngebiet leben.

„Doch bevor wir den Kindern hier etwas aufs Auge drücken, wollten wir uns ihre Wünsche und Ideen anhören“, führt Heike Benz von der Stadtverwaltung weiter aus. Das kam bei den Bewohnern gut an. „Eine gute Idee“, sagt Nicole Klawohn, Mutter von zwei Jungs. „So wird nicht an den Kindern und Jugendlichen vorbei geplant, die sich eigentlich auf dem Spielplatz wohlfühlen sollen.“

Vor allem Klettermöglichkeiten standen auf der Wunschliste. „Ich möchte etwas zum Entlanghangeln oder ein Stufenreck zum Klettern“, sagt Angus Hartmann (10). Sein jüngerer Bruder Malcolm erklärt mit Kennerblick auf die Rutsche: „Die ist zu stumpf. Das macht keinen Spaß.“

Nelly Arndt hat noch eine andere Idee: „Eine Slackline wäre toll.“ Und eben die Tischtennisplatte, die eigentlich ein beliebter Treffpunkt war – für Alt und Jung. Ähnlich wie der Platz zum Fußballspielen. An diesem Punkt schalten sich die Eltern ins Gespräch ein. „Fußballtore können wir gut gebrauchen, allerdings müsste dann der Rasen wieder regelmäßig gemäht werden“, sagt Rocco Pantermöller, der Vater von zwei Söhnen ist. Und dann zeigt er auf ein anderes Problem. Denn direkt hinter den Toren befinden sich Brombeerhecken mit vielen Dornen. „Da sind schon einige Bälle zur Pflaume geworden“, erklärt Rocco Pantermöller und hofft, dass ein Netz hinter dem Tor vielleicht Abhilfe schaffen kann.

Ende des Jahres soll es auf dem Spielplatz mit den Arbeiten losgehen, verrät Petra Koos und schaut auf die lange Liste, die sie sich während des Gesprächs gemacht hat. „Das war wirklich konstruktiv, da kriegen wir viel umgesetzt“, freut sie sich über die vielen Ideen der Eltern und Kinder. Dann, zum Schluss, lässt Angus doch noch einmal seine Fantasie spielen: „Ein Baumhaus! Das wär’s!“ Ein bisschen Platz zum Träumen muss schließlich auch sein...

Miriam Weber

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