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Stralsund Eisheilige zum Baumblütenfest in Starkow
Vorpommern Stralsund Eisheilige zum Baumblütenfest in Starkow
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12:20 06.05.2019
In der Kirche St. Jürgen und mit einem Platzkonzert empfahl sich die Grimmener Blaskapelle bei der diesjährigen Eröffnung des 17. Kultursommers des Starkower Vereins Backstein – Geist und Garten. Quelle: Uwe Roßner
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Starkow

Wer von der Bundesstraße 105 in Löbnitz abbiegt, der vermutet nicht, welcher Blick sich nach rund zwei Kilometern mit Allee und Rapsfeldern eröffnet. Das hohe Schiff der Backsteinbasilika St. Jürgen fesselt das Auge, dann die erblühten Bäume der Streuobstwiese –und am Ende der Blick von der Brücke über die Barthe auf den Ortskern von Starkow.

„Es ist eine Wohltat, hier sein zu dürfen“, sagte Werner Kuhn in seinem Grußwort zur diesjährigen Eröffnung des Kultursommers des Vereins Backstein – Geist und Garten in der gut besuchten Backsteinbasilika. Der Europapolitiker erinnerte an die Route der Backsteingotik und verband sie mit der örtlich geleisteten Pflege und Fortsetzung. „Ich möchte gern hier daran mitarbeiten und mithelfen“, äußerte der CDU-Politiker mit Blick auf das Kommende. Begeistert zeigte er sich von der großen Starkower Fangemeinde. Deshalb lautete sein Wunsch: „Mögen sich viele Besucher hier an diesem Ort und dessen Geist erbauen.“

St. Jürgen feiert 777. Geburstag

„Wir freuen uns auf diesen Sommer“, äußerte Vereinsvorsitzender Dr. Gerd Albrecht. Geist, Kunst und Kultur träfen in St. Jürgen aufeinander während sich die Seele an den Schönheiten des Gartens erfreue. 2019 sei ein besonderes Jahr. Mit einem großen Festgottesdienst werde im September der 777. Geburtstag von St. Jürgen gefeiert. „Wir freuen uns sehr darauf“, so Albrecht. Zudem werde das Gotteshaus mit dem kommenden dritten Dachreiter ab 2020 anders aussehen. „Zwei Mal gab es einen, möge der dritte sitzen bleiben“, fügte er hinzu.

Ein Kuriosum sprach Jonas Löffler an. Während seine Amtskollegen in der Nordkirche um den Erhalt ihrer Kirchen kämpften, packt der Pastor der Gemeinde Velgast-Starkow beim neuen Dachreiter mit an. „Das ist zukunftsgewandt. Starkow ist im wörtlichen Sinne ein begeisternder Ort“, so der Geistliche. Gern erinnere er sich an seine erste Begegnung mit Starkow vor rund einem Jahr: „Kirche und Garten lagen zu Ostern unter einer dicken Schneedecke. Den Anblick habe ich nich vergessen. Seitdem bin ich ein Fan von Starkow und möchte hier mitbewegen“, so Löffler.

Tulpen, Magnolien und Kirschblüten

Traditionell zum Baumblütenfest erfolgt die Vernissage zur diesjährigen Werkschau „Wo das Meer das Land berührt“ des aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden und heute in München lebenden Reiner Binsch. „Über die Zusage war ich total überrascht und es hat mich sehr gefreut“, verriet der Künstler der OZ. Bis zum 31. Oktober haben Kunstliebhaber und Kenner die Gelegenheit, in St. Jürgen und in der Backsteinscheue die stimmungsvollen Bilder des international ausgestellten Malers zu erleben. Unter den dreißig, meist naturverbundenen Arbeiten in St. Jürgen findet sich das tauffrische Tryptichon „Schloss Divitz“. Zwei von deren drei gestalteten Flügeln verweisen auf den dortigen, einzigartigen Park. Vom dritten grüßt die markante Ostansicht der Wasserburg. „Der Spirit der Bilder ist spürbar und kommt hier in der Kirche zur Geltung“, findet die langjährig befreundete Laudatorin Ulrike Buchmann aus Wobbelkow.

Von der Hochschule Stralsund begleitet

Seit zwei Jahren ist Volker Rundshagen Professor an der Hochschule Stralsund. Auf Starkow sei er aufmerksam gemacht worden und seitdem ist er sehr gern hier zu Gast. Privat schätzt er das kleine Dorf und verfolgt dessen Geschicke bei seinen Besuchen mit dem wachen Auge eines aufmerksamen Wissenschaftlers. Nicht ohne Grund: „Backstein, Geist und Garten und die Hochschule Stralsund sind in einem regen Austausch“, äußert Volker Rundshagen. Für ihn ist klar: Starkow sei regional, touristisch und kulturell ein besonderer Ort mit tollen Mitarbeitern. „Deshalb bin ich gern dabei“, so der Professor für Tourismusmanagement.

Immer etwas los

„Was Backstein – Geist und Garten auf die Beine gestellt hat und stellt, findet man nicht so oft wieder“, findet Horst Michel. Dabei verweist der Martensdorfer auf die Gastspiele der Naturklänge, der Opernale und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. „Welcher Ort kann dies innerhalb eines Jahres bieten?“, fragt er. Starkow als Festspielort allein sei nicht selbstverständlich. Der Tag der Schöpfung und die Rede des Alternativen Nobelpreisträgers Prof. Michael Succow sei für den Rentner eines der Ereignisse des vergangenen Jahres gewesen, das ihm bestens in Erinnerung geblieben ist. Horst Michaels Fazit lautet deshalb: In Starkow ist immer etwas los und an diesem Fleckchen an der Barthe treffen sich viele gute Leute.

Uwe Roßner

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