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Stralsund Endlich! Stralsunder Montessori-Kita wird erweitert
Vorpommern Stralsund Endlich! Stralsunder Montessori-Kita wird erweitert
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09:18 23.11.2019
Der Montessori-Arbeitskreis will in Grünhufe für zwei Millionen Euro ein neues Kita-Haus mit 89 Plätzen bauen. Einziehen werden dort 45 Kindergartenkinder, aber auch die Mädchen und Jungen aus dem Außenhort in der Wiesenstraße. Quelle: Ines Sommer
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Stralsund

Gute Nachrichten von der angespannten Stralsunder Kita-Front: Endlich bekommt das Montessori-Kinderhaus in Grünhufe den langersehnten Erweiterungsbau. Erste Bäume wurden bereits versetzt, so dass die Bagger am Montag in die Parkstraße rollen können.

Zwei Millionen Euro werden für das neue Gebäude, das direkt neben dem jetzigen Haus gebaut wird, investiert. Platz haben hier dann 89 Mädchen und Jungen in Hort und Kindergarten. Im Sommer könnte vielleicht Einzug gefeiert werden.

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Haus wird in Modulen errichtet

Das Besondere: Der neue Zweigeschosser wird in Modulbauweise errichtet. „Aber keine Angst, irgendwelche Nähte sieht man nachher nicht mehr. Das wird alles ganz farbenfroh“, betonte Christine Funke bei bisherigen Gesprächen. Die Leiterin der Kindertagesstätte, seit 1999 auf dem Chefsessel, hatte sich solch einen Kita-Bau schon mal anderenorts angesehen und war im Ergebnis davon begeistert.

500 000 Euro trägt Verein als Eigenanteil

Betreut wird das Projekt von der Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund (SES).Und die rechnet mit einer Bauzeit von nur acht Monaten. Die kurze Bauzeit erklärt sich so: Die Teile werden fertig geliefert, das heißt zum Beispiel, dass auch die Sanitäranlagen schon eingebaut sind, wenn sie Stralsund erreichen. „Wir freuen uns riesig, dass es nach dieser langen Wartezeit endlich losgeht“, kann auch die Montessori-Verwaltungsleiterin Elke Reimann ihre Vorfreude kaum verbergen.

Das Kita-Projekt lag schon lange in der Schublade, doch ohne Förderung konnte der Verein das Ganze natürlich nicht stemmen. Hat „Montessori“ doch so schon an einem Eigenanteil von rund 500 000 Euro zu knabbern.

1,5 Millionen Euro von der EU

Der Montessori-Arbeitskreis will in Grünhufe für zwei Millionen Euro ein neues Kita-Haus mit 89 Plätzen bauen. Minister Pegel brachte im Sommer die EU-Förderung. Quelle: Ines Sommer

Erst im Sommer dann die erlösende Nachricht: Infrastruktur-Minister Pegel hatte den Bescheid über 1,5 Millionen Euro mit nach Stralsund gebracht (die OZ berichtete). Zur weiteren Finanzierung heißt es nun etwas sperrig in einer Mitteilung des Montessori-Vereinsvorstandes: „Der Erweiterungsbau wird aus einer Zuwendung des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Förderung der integrierten Stadtentwicklung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemäß der Stadtentwicklungsförderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern gefördert sowie einem Eigenanteil des Montessori-Arbeitskreises Stralsund.“

Montessori ist mehr als nur Kita-Träger in Grünhufe

Montag rollen hier die Bagger an. Gebaut wird ein Haus für 89 Kinder. Einziehen werden dann 45 Kindergarten-kinder, aber auch die Mädchen und Jungen aus dem Außenhort in der Wiesenstraße. Quelle: Ines Sommer

288 Lütte – 40 von ihnen allein in der Krippe – werden zurzeit in der größten Stralsunder Kindertagesstätte betreut. Einige Hortkinder werden allerdings in der Außenstelle Wiesenstraße umsorgt. „Wir platzen aus allen Nähten, deshalb haben wir ja schon vor Jahren Alarm geschlagen“, betonte Christine Funke immer wieder, denn ihr Haus hat auch die meisten Flüchtlingskinder aufgenommen – 80 insgesamt.

Denn längst ist Montessori nicht nur ein Aushängeschild für gute Kinderbetreuung. Der einzige Kita-Träger in Grünhufe übernimmt auch viele soziale Aufgaben in dem Stadtteil mit 6500 Einwohnern.

Kinder aus der „Wiesenblume“ kommen zurück

Mit dem Neubau werden die Kapazitäten einerseits geordnet. Denn die 52 Hortkinder aus der ehemaligen „Wiesenblume“ kehren wieder heim, ziehen ins neue Gebäude. Andererseits erfolgt eine Aufstockung des Angebotes mit drei Kindergartengruppen, dahinter stehen insgesamt 45 Kinder.

Das neue Haus entspanne die Situation, eine Warteliste gebe es aber immer noch, hieß es beim Kita-Träger. Aber ein Problem hat das Montessori-Kinderhaus bis jetzt nicht: Personalmangel. „Wir versuchen immer gleich, gute Abschlusspraktikanten zu binden. Und das klappt gut“, gesteht die Kita-Leiterin.

In Stralsund sind zwar auch noch von Internationalem Bund, Arbeiterwohlfahrt und Lebensräume-Verein verschiedene Projekte in Planung (die OZ berichtete), fertig ist aber noch kein Haus. Insofern bleibt es wohl bei den bisherigen Zahlen: In Stralsund fehlen bis zu 300 Kita-Plätze.

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Mehr zur Autorin: Ines Sommer

Von Ines Sommer

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