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Stralsund Feuerwehr-Auto landet nach Ausweichmanöver im Straßengraben
Vorpommern Stralsund Feuerwehr-Auto landet nach Ausweichmanöver im Straßengraben
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16:28 10.01.2019
Das Velgaster Feuerlöschfahrzeug ist in Höhe der Ziegelei an einen Straßenbaum gerutscht. Quelle: Peter Tews
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Velgast.

Sie hatten Glück, sind mit dem Schrecken davongekommen, die drei Feuerwehrleute der Velgaster Wehr, die am Mittwochnachmittag im Tanklöschfahrzeug unterwegs waren. Auf der Fahrt zu einem Einsatz sind sie auf der Landesstraße 212 in Höhe der Velgaster Ziegelei an einen Straßenbaum gerutscht, als sie einem Schülerbus ausweichen wollten. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt weder im Feuerwehrauto noch im Bus.

„Unsere Kameraden wollten zu einem Einsatz nach Lendershagen fahren. Dort waren durch den Sturm Straßenbäume umgestürzt und drohten, die Telefonleitung zu zerreißen. Da es zu lange dauert, bis die Telekom sich darum kümmern kann, wurden wir gerufen, damit die dicken Stämme rechtzeitig aus dem Weg geräumt werden können“, so Peter Tews, Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Velgast.

Doch die Bäume mussten warten. Denn die Feuerwehrmänner hingen in Velgast fest. „Gegen 14.30 Uhr ist der 36-jährige Fahrer mit den zwei Kollegen auf der L212 unterwegs gewesen, als von vorn der Schülerbus kam. Er wollte dem Bus ausweichen, landete aber in der weichen Straßenbankette. So ist das Fahrzeug mit den drei Insassen an den Straßenbaum gerutscht“, sagt der Wehrleiter im OZ-Gespräch. Offensichtlich hat der Bus den Kastenaufbau des Tanklöschfahrzeugs touchiert, deshalb das Wegrutschen.

Das Schlimme: Das Tanklöschfahrzeug der Velgaster Wehr hat nun Totalschaden, so die Vermutung von Peter Tews. In der Polizei-Meldung ist von 20 000 Euro Schaden die Rede. „Wir müssen jetzt abwarten, was der Gutachter sagt. Dementsprechend entscheidet sich ja die Versicherung“, so der Wehrleiter und schiebt hinterher. „Auch wenn das jetzt ein paar Probleme bringt: Wichtig ist, dass den Jungs und den Kindern im Bus nichts passiert ist. Alle sind gesund.“

Und noch etwas möchte der Velgaster Feuerwehr-Chef betonen: „Wir sind einsatzbereit. Der Brandschutz ist abgesichert, die Bürger können da ganz beruhigt sein.“ Die Brandbekämpfer haben nämlich die Geräte (auf dem Fahrzeug sind nicht nur 2400 Liter Wasser gebunkert, sondern auch Schneidwerkzeuge und andere Hilfsmittel) auf ein Karniner Fahrzeug „geschnallt“. Die Kameraden dort haben ein Löschfahrzeug, das wegen der Ausrückegemeinschaft mit Velgast eh immer dabei ist. „Außerdem sind wir in Velgast auch gut mit Feuerlöschern und Kübelspritze ausgestattet. Und die Gemeinde hat ein gut verzweigtes und funktionierenden Hydranten-Netz, da sind wir also gut aufgestellt“, beruhigt Peter Tews die Einwohner.

Auch Bürgermeister Christian Griwahn (CDU) sitzt gestern noch der Schreck in den Gliedern. „Ich bin hingefahren und hab mir das Auto angeguckt. Ich gehe nicht davon aus, dass das ein Totalschaden ist. Aber wir müssen einfach abwarten, was der Gutachter sagt. Ich habe jedenfalls die Gemeindevertretung über den Unfall informiert“, so das Gemeindeoberhaupt und meint: „Mal sehen, was die Versicherung für ein 1998 neu gekauftes Löschfahrzeug heute noch bezahlt. Dafür kriegen wir sicher kein neues. Da müssen wir uns dann was einfallen lassen. Aber erst mal bin ich guter Hoffnung, dass wir das TLF noch reparieren können.“

Die Velgaster Feuerwehr wurde im letzten Jahr zu 46 Einsätzen gerufen. 42 Löschkräfte stehen täglich zur Verfügung, am Wochenende sind es sogar noch mehr. Dabei werden die Velgaster in einer ASusrückegemeinschaft von den Feuerwehrleuten aus Karnin und Behrenwalde unterstützt.

Ines Sommer

Das Urteil des Amtsgerichts Stralsund von 2017 ist damit rechtskräftig: 14 Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu drei Jahren Bewährung für Ex-Rathaus-Mitarbeiter Steffen Grieser, 320 gemeinnützige Stunden im Zoo und Rückzahlung von 82 000 Euro wegen Vorteilsannahme im Amt.

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