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Stralsund Premiere für die „Fischbrötchenoper“ in Stralsund
Vorpommern Stralsund Premiere für die „Fischbrötchenoper“ in Stralsund
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16:07 29.04.2019
Claudia Lüftenegger wird in der „Fischbrötchenoper“ eine Ballade von Fleetwod Mac singen. Quelle: Vincent Leifer
Stralsund

o viel sei schon mal vornweg gesagt: Mit der „Fischbrötchenoper“, die kommenden Sonnabend im Stralsunder Theater Premiere hat, gibt es keine große Oper mit opulentem Orchester und namhaften Solisten. Nein, vielmehr versteckt sich hinter dem zugegeben originellen Titel, eine Revue des Schauspiels. Genauer gesagt eine Vorpommern-Revue.

„Wir wollen in 90 Minuten die Region auf der Bühne in einer Chronik vorstellen. Mit allem, was sie auszeichnet“, erklärt Regisseur Patrick Schimanski. „Und da hier kein Besucher auf ein Fischbrötchen, also die ,Delikatesse des Nordens’ verzichten darf und will, wird sich auch ein Großteil der Handlung vor einem Fischbrötchenstand abspielen“, ergänzt Co-Regisseur Stefan Hufschmidt. Er ist auch der Fischbudenbesitzer Bernd, der hier seit gefühlt hundert Jahren Fischbrötchen und Bier am Strand verkauft. Und dessen kleiner Kiosk alles überdauert hat: die Kaiserzeit, zwei Weltkriege, Sozialismus und Kapitalismus Hier haben Bürgersleut‘ und Proletarier sich versorgen lassen, Pioniere und Rock’n Roller, Wessis und Ossis , Hippies und Punker, Arme und Reiche, Zugereiste und Einheimische, heißt es in der Ankündigung.

„Hundert Jahre Fischbude, heißt auch hundert Jahre Vorpommern“, erklärt der Regisseur. Und diese hundert Jahre sollen sich in einer wirklich bunten Revue widerspiegeln, verspricht er dem Publikum.

Auch wenn die „Fischbrötchenoper“ keine wirkliche Oper ist, gibt es hier trotzdem viel Musik. Und das querbeet, meint Patrick Schimanski. Wenigstens mit dem Schuh kann man mehrfach dazu zu wippen, verrät er dem Publikum vornweg

Denn es erklingen die Doors mit „Riders on the storm“ in deutscher „Übersetzung“. Die DDR-Band „Juckreiz“ ist mit „Hurra, hurra, der Bus ist da“ vertreten, Auch „Keimzeit“ mit „Kling klang“ wird man hören. Und die Beatles, unter anderem mit „Here comes the sun“ . Und natürlich gibt es Seemanslieder.

Sebastian Undisz ist der musikalische Leiter der „Fischbrötchenoper“. Er hat als Multi-Instrumentalist schon vielfach auf der Theaterbühne überzeugt, zuletzt in „ Die Frau in den Dünen“. Für die „Fischbrötchenoper hat er manch Eigenkomposition beigesteuert. Auf der Bühne greift er dann selber zu Bass-und Benzinkanister-Gitarre, setzt sich an den Vermona-Syntesizer und schnallt sich das Akkordeon um. Zudem begleitet er seine Kollegen noch auf dem Flügel. Schauspieler Mario Gremlich spielt daneben Tenorhorn und sein junger Kollege Felix Meusel die Ukulele.

Schauspielerin Claudia Lüftenegger ist die einzige, die in der „Fischbrötchenoper“ kein Instrument spielt, wie sie selber betont. Dafür wird sie aber eine Ballade von Fleetwod Mac singen. Und weil sie als Frau Unterstützung haben soll, tritt auch noch ein Extra-Chor mit gleich neun singenden Frauen musikalisch in Erscheinung

Das alles verspricht viel Spaß und noch mehr Unterhaltung und ist gewürzt mit sehr viel Lokalpatriotismus. Und um hier möglichst authentisch zu sein, hat Schauspieler Lutz Jesse sein ganzes Wissen über die Region im Vorfeld beigesteuert. Der 59-Jährige ist gebürtiger Greifswalder und seit Jahrzehnten am Theater engagiert. Im Stück spielt er einen Angler.

Regisseur Schimanski sagt, dass er eine ähnliche „Heimat-Revue“ schon einmal erarbeitet hat. Und zwar 2011 fürs Theater in Bremerhaven. Dort hieß sie „100 Watt und ein bisschen Meer“ und kam sehr gut beim Publikum an. Gleiche Resonanz erhofft er sich nun auch in Stralsund. „Denn das Fischbrötchengeschäft ist ein ganz heißer Markt“, heißt es in der Ankündigung des Theaters Vorpommern. „Hier gibt es Gewinnspannen wie im Drogenhandel“. Aber das muss man dem Stralsunder Publikum sicher nicht erklären. Schließlich ist es ja noch gar nicht lange her, der herrschte in der Welterbestadt ein regelrechter Fischbrötchenkrieg, bei dem eines Morgens auch schon mal ein Fischbrötchenkutter im Strelasund versunken war.

Die Aufführungen in Stralsund: 4. Mai, 19.30 Uhr (Premiere), 11. Mai, 19.30 Uhr, 26.Mai, 16 Uhr und 15. Juni um 19.30 (alle im großen Haus). In Greifswald findet die Premiere am 1. Juni um 19.30 Uhr statt. Eine weitere Aufführung ist am 8. Juni um 19.30 Uhr. Das Stück wird auch in die neue Spielzeit übernommen.

Reinhard Amler

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