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Stralsund Franzburger Schüler zeigen Weihnachtsmusical
Vorpommern Stralsund Franzburger Schüler zeigen Weihnachtsmusical
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06:00 20.12.2018
Ein Tanz der besonderen Art: Zu russischer Musik kreiste die Rollstuhlgruppe der Sonnenblumenschule in Franzburg um einen Tannenbaum herum. Quelle: Pauline Rabe
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Franzburg

Wie man ein Publikum in Weihnachtsstimmung versetzt, wissen die „Sonnenblumen“-Schüler aus Franzburg genau. Seit vielen Jahren schon führen sie in der Vorweihnachtszeit ein passendes Programm auf. Statt der üblichen bloß aneinander gereihten Auftritte haben sie sich dieses Mal aber etwas Besonderes ausgedacht: Ein Weihnachtsmusical. Gemeinsam mit ihren Gästen begaben sich Schüler und Lehrer darin auf die Suche nach dem Weihnachtsmann – und landeten in Ländern wie Schweden, Russland und Marokko.

„Es ist das erste Mal, dass wir eine zusammenhängende Geschichte präsentieren“, sagt Sonderpädagogin Diana Tanschus. Das erforderte Vorbereitung: Bereits zu Beginn des Schuljahres im August begannen die Planungen. Es mussten Kostüme und weihnachtliche Dekoration gebastelt, Lieder und Gedichte einstudiert und Choreografien ausgedacht werden. Die Idee für die Handlung fanden die Lehrer der Förderschule im Internet. „Wir haben das Musical aber abgewandelt und auf unsere Bedürfnisse angepasst“, erzählt Tanschus weiter. Alle Kinder sollten ihren Platz in der Vorstellung finden, auch die mit besonderen Einschränkungen.

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Weihnachtswichtel und Mondmann

Insgesamt 65 Kinder und Jugendliche gestalteten das Weihnachtsmusical mit. Jede Klasse durfte sich ihr Land selber aussuchen, welches sie darstellen wollte. Zu Beginn der Veranstaltung standen nur zwei Weihnachtswichtel und ein Mondmann auf der Bühne: „Warum feiern wir überhaupt Weihnachten? Und wo ist eigentlich der Weihnachtsmann?“, fragten sie sich. Als das Publikum ihnen nicht weiterhelfen konnte, schauten sie sich mit einem leuchtenden Fernrohr um. In weiter Entfernung konnten sie den Weihnachtsmann zwar erblicken, verpassten ihn aber immer knapp. So reisten die kleinen Darsteller durch mehrere Länder und lernten dessen weihnachtliche Bräuche auf musikalische Weise kennen.

Antonia und Marcel führten als Wichtel verkleidet durch das Weihnachtsmusical. Quelle: Pauline Rabe

In Schweden sang die heilige Lucia, traditionell mit Kerzengestell auf dem Kopf – zur Sicherheit der Franzburger Schüler aber nur als Papierversion. Während in Afrika wild getrommelt wurde, erklang in den USA „Last Christmas“ auf dem Keyboard. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der Tanz der Rollstuhlgruppe der Sonnenblumenschule. Begleitet von russischer Musik kreisten Lehrer und Kinder um einen kleinen Tannenbaum herum. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und klatschte laut mit.

Traditioneller Weihnachtsbasar

Zwei Mal wurde das Weihnachtsmusical aufgeführt – einmal für die Grundschüler der benachbarten Martha Müller-Grählert Schule, ein zweites Mal für Eltern, Großeltern und die Fahrdienste. „Die Weihnachtsaufführung ist für uns immer ein schöner Abschluss des Jahres“, sagt Tanschus. Bevor die Gäste ihre Plätze in der Turnhalle einnehmen konnten, mussten sie am alljährlichen Weihnachtsbasar vorbei. Dort häuften sich auf mehreren Tischen verschiedenste Dekorationsgegenstände. „Selbst gebastelt natürlich“, betont die Sonderpädagogin.

Auf dem Weihnachtsbasar im Vorraum der Turnhalle konnte selbst gebastelte Holzdekoration gekauft werden. Die „Sonnenblumen“-Schüler werkelten seit Monaten dafür. Quelle: Pauline Rabe

Die Erlöse des Basars gehen an den Förderverein der Schule und ermöglichen den Kindern und Jugendlichen einen Ausflug im kommenden Sommer. Dieses Jahr wurde ein Tag im Wildpark in Güstrow verbracht. Wohin es im nächsten Sommer geht, wollte Diana Tanschus noch nicht verraten: „Das soll eine Überraschung bleiben.“

Pauline Rabe

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