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Stralsund Freie Fahrt für Radler von Prohn nach Groß Mohrdorf
Vorpommern Stralsund Freie Fahrt für Radler von Prohn nach Groß Mohrdorf
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16:57 15.05.2019
Der neue Radweg von Prohn nach Groß Mohrdorf wurde gestern feierlich eingeweiht. Am Band Minister Christian Pegel, Bürgermeister Peter Messing und Landtagsabgeordneter Dietmar Eifler (v.l.), im Hintergrund Straßenbauamts-Chef Ralf Sendrowski. Quelle: Ines Sommer
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Prohn/Groß Mohrdorf

So kurz vor Wahlen greift man doch gern zur Schere: Landes-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD), der Prohner Bürgermeister Peter Messing (parteilos) und CDU-Landtagsabgeordneter Dietmar Eifler schnitten gestern Vormittag das Einweihungsband durch – und das hieß: Freie Fahrt auf dem neuen Radweg zwischen Prohn und Groß Mohrdorf. 1,58 Millionen Euro wurden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln investiert. „Ohne EU-Mittel wäre das nicht möglich gewesen“, lobte der Minister, dankte aber auch allen Beteiligten für ihre gute Arbeit.

Der neue Radweg von Prohn nach Groß Mohrdorf wurde gestern feierlich eingeweiht. Quelle: Ines Sommer

Der 5,5 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Asphaltweg wurde in knapp zehn Monaten gebaut und verläuft abschnittsweise nördlich und südlich der L 213. Bisher mussten Radfahrer dort die Fahrbahn der L 213 nutzen. Und das war lebensgefährlich. Denn von 2010 bis 2015 ist der Verkehr dort um 88 Prozent gewachsen. Mittlerweile werden dort nämlich 5074 Fahrzeuge pro Tag gezählt.

Seit gut zwölf Jahren kämpft das Amt Altenpleen um einen Radweg von Prohn nach Groß Mohrdorf. Vor allem die Kinder wollen ihn nutzen, um von der Prohner Schule in die nördlichen Dörfer zu kommen. Andererseits ist natürlich auch eine touristische Nutzung von Vorteil.

Das Besondere sei an diesem Fall, so Straßenbauamtsleiter Ralf Sendrowski, dass die Gemeinden des Amtes die komplette Planung übernommen hätten. Und dazu zählte im Vorfeld wie immer auch das leidige Grundstücksproblem.“ 20 000 Euro kostete die Planung, wie es in einer früheren Amtsausschuss-Sitzung hieß. Dafür wurde die Investitionspauschale angespart. Auf die OZ-Frage, ob andere Ämter – wie Niepars mit dem Radweg nach Groß Kordshagen – mit diesem Modell auch schneller vorankommen würden, sagte Minister Pegel. „Das kann unter Umständen sein, aber wir müssen ja erst mal das Geld im Topf haben.“ Er deute an, dass das meist nur gelinge, wenn ein anderes Projekt zerfällt bzw. die Vorarbeit nicht fertig ist.

Mit dem neuen Radweg gibt es nun fast eine durchgehende, sichere Radwegeverbindung zwischen Groß Mohrdorf und der Hansestadt Stralsund. Die jetzige Maßnahme war Bestandteil bereits des Lückenschlussprogramms für Radwege an Landesstraßen. „Fehlt jetzt nur noch ein Stück für die Ortsdurchfahrt Prohn, denn dort müssen sich die Radler noch auf der Straße bewegen, und das ist wirklich gefährlich“, betonte Bürgermeister Peter Messing.

Dass sich das Verfahren so lange hinzog, hatte zwei wesentliche Gründe. Einerseits musste der immer komplizierter werdende Grundstückserwerb geklärt werden, gab es doch viele Eigentümer, mit denen Gespräche über den Verkauf geführt werden mussten – nicht alle waren da begeistert.

Zweites Problem: Die Untere Naturschutzbehörde im Kreis hatte ein Problem damit, dass der Radweg durch den Hohendorfer Park führt. Allerdings konnte man hier eine Lösung finden, so dass die Radler dort durchfahren können. Zudem gab es unterschiedliche Auffassungen zum Thema Wald. Letztendlich einigte man sich auf Ersatzpflanzungen, die auf einer Fläche von 560 Quadratmetern zu erfolgen haben.

Um den Radweg gerungen haben die Gemeinden des Amtes Altenpleen seit 2005 – gerade weil es für die Kinder auf der Alleenstraße mit Schutzplanken bei fließendem Verkehr gefährlich eng wird. Das Stück von Stralsund nach Prohn hatten die Gemeinden des Amtes übrigens nach langem, erfolglosem Kampf 2002 schließlich mit eigenem Geld gebaut. Die über Jahre angesparte Investitionspauschale wurde damals dafür verwendet. Kurz darauf entstand der Wunsch, diesen Weg Richtung Norden fortzuführen. Ein Traum, der nun Realität wurde.

Sie waren die Ersten, die den Radweg nach der offiziellen Übergabe einweihten: Karlheinz und Siegrid Plachta. Die Sachsen sind vor drei Jahren nach Parow gezogen und wollten gerade eine Tour zum Günzer See starten. Quelle: Ines Sommer

Ines Sommer

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