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Stralsund So war Fridays For Future in Stralsund
Vorpommern Stralsund So war Fridays For Future in Stralsund
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16:54 24.05.2019
Etwa 150 Schüler sind am Freitag in Stralsund für einen besseren Klimaschutz auf die Straße gegangen. Quelle: Stefan Sauer
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Stralsund

Die kleine Smilla Ratering hält ihr Schild mit der bunten Aufschrift „Ihr habt die Erde nur von uns geliehen!“ ganz hoch. Die Siebenjährige erklärt: „Ich protestiere für meine Zukunft.“ Damit gehörte sie zu den etwa 150 Mädchen und Jungen, die am Freitag in Stralsund bei der Fridays For Future-Demonstration dabei waren. Weltweit haben wieder Tausende Schüler für einen besseren Klimaschutz demonstriert.

Globaler Klimastreik zur Europawahl

Diese stand zwei Tage vor dem Super-Wahl-Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto „Globaler Klimastreik zur Europawahl“. Und so gab es nach dem Demonstrationszug, der die Teilnehmer wieder durch die Stralsunder Altstadt führte, einen Aktionstag auf der Hansa-Wiese, an dem sich verschiedene Vereine und Initiativen beteiligten. Darunter auch Parents For Future (Eltern für die Zukunft), die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Proteste der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. „Schließlich hat unsere Generation den Karren in den Dreck gezogen, und wir sind einfach zu bequem“, sagt Katja Grossmann, vierfache Mutter und Teil der Initiative. „Sie haben also jede Unterstützung und unseren Respekt verdient.“ Allein die Diskussion um die Schulpflicht sei müßig. „Es geht hier schließlich um die Lebensgrundlage unserer Kinder.“

Das bestätigt Barbara Ratering: „Den Kindern und Jugendlichen, die freitags für ihre und auch unsere Zukunft auf die Straße gehen, weht viel Gegenwind entgegen. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie nicht allein kämpfen, denn auch wir werden die Auswirkungen eines Klimawandels zu spüren bekommen.“

Für ihre Zukunft und mehr Klimaschutz gehen Schüler freitags auf die Straße.

Die Meinung sagen dürfen

Da die Demonstration diesmal auch in der Hansestadt bereits während der Schulzeit stattgefunden hatte, bedeutet das für einige nun unentschuldigte Fehlzeiten. „Aber nur so haben wir die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen“, sagt der 16-jährige Ove Bartels. Genau wie seine Mitschüler von der Jona-Schule ist es ihm wichtig, dass grundlegende Forderungen des Pariser Klimaabkommens umgesetzt werden.

„Aber wir haben die Unterstützung unserer Eltern“, sagt die 13-jährige Hannah Schmidt. Die Siebtklässlerin des Hansa-Gymnasiums war mit ihren Klassenkameraden dabei, weil „es wichtig ist, dass wir unsere Stimme für die Zukunft erheben. Es sollte uns erlaubt sein, unsere Meinung zu sagen, ohne dass wir gleich abgestempelt werden“, sagt Hannah mit Nachdruck. „Ich finde es super, dass wir uns auch in Stralsund an der Fridays For Future-Bewegung beteiligen.“

Miriam Weber

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