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Stralsund Frische Kräuter aus dem Garten der Parower Orangerie
Vorpommern Stralsund Frische Kräuter aus dem Garten der Parower Orangerie
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00:07 11.01.2016
Wir planen erneut eine Bus-Tour. Außerdem soll der Verein eine Homepage bekommen.“Karen Hoppenrath, Leader- Geschäftsstelle
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Stralsund

Zusätzliche Spielplätze im Vogelpark in Marlow, Sanierung der Erdholländermühle in Steinhagen, Entwicklung eines Erlebnispfades im Trebeltal — all das sind Projekte, die über das Programm Leader in Nordvorpommern gefördert und 2016 umgesetzt werden sollen. Knapp 3,4 Millionen Euro sind dafür aus dem Leader-Budget vorgesehen.

Kreisweit gibt es zwei Leader-Regionen, Rügen und Nordvorpommern. Beide haben, gerechnet jeweils bis 2020, eigene Budgets. In Nordvorpommern sind das 8,3 Millionen Euro. Für Rügen fließen 5,7 Millionen Euro, plus einen qualitätsabhängigen Bonus von 1,18 Millionen Euro. Zwei Millionen Euro aus dem Budget Rügens sollen 2016 eingesetzt werden, u.a. für das Mönchguter Heimatmuseum in Göhren und das alte E-Werk in Sassnitz. In Nordvorpommern ist die Rangfolge der Projekte bereits im September 2015 auf einem Wochenend-Workshop der Lokalen Aktionsgruppe festgelegt worden. Rang eins im Ranking belegt die Orangerie in Parow, die als Lehr- und Schaugarten wieder aufgebaut werden soll.

695000 Euro sollen in das „Urban Gardening Projekt“ gesteckt werden. 528000 Euro davon werden nun als Förderung aus dem Leader-Topf fließen. Den Eigenanteil stemmt die Gemeinde Kramerhof, wohlwissend, dass sich die Orangerie nicht sofort rechnet.

Im Projekt geht es um drei Bereiche. So soll in einem Kräuter- und Staudengarten heimisches Gemüse angebaut werden. Alles wird entweder gleich im Cafe in der Orangerie oder in der Minimanufaktur in der Nachbarschaft (und die beliefert viele Kitas in der Umgebung) verarbeitet und zum Teil auch verspeist. Auf 10000 Quadratmetern Außenfläche und in zwei Gewächshäusern soll alles von Jugendlichen produziert werden, und die sorgen auch für die Vermarktung ihres Gemüses.

Drittes Standbein ist der Lehr- und Schaugarten, in dem der Storchennest-Verein verschiedene Mitmachprojekte anbietet. Auch hier sollen sich Kinder und Jugendliche angesprochen fühlen. „Wir wollen aber auch generationsübergreifend arbeiten, das heißt also: Ältere werden nicht ausgeschlossen“, sagt Anke Ehrecke und gibt ein Beispiel: „Wenn zum Beispiel Oma ihrem Enkel zeigen möchte, wie man Kohlrabi anbaut und den auch erntet, kann sie bei uns ein Stück Garten bekommen. Wir wollen einfach auch, dass das Wissen der Älteren nicht verloren geht. Wer weiß denn heute noch, wie die Mohrrübe auf unseren Teller kommt.“

Parow ist ein Vorhaben für 2016 — ebenso wie weitere Spielplätze im Marlower Vogelpark. Dort wurde bereits die 2014 eingeweihte Spiel-Arche über Leader gefördert. Bei den Anregungen der Besucher komme dennoch des öfteren der Wunsch nach weiteren Spielplätzen, erzählt Vogelpark-Leiter Matthias Haase.

Ein umfangreiches Vorhaben schob der Tourismusverein Vogelparkregion Recknitztal an. Dabei geht es darum, 30 großformatige Info-Tafeln (1,40 mal 2,20 Meter) mit Erlebniskarten für Touristen aufzustellen, Standorte sind unter anderem Marlow und Ribnitz-Damgarten, aber auch Negast.

Die Lokale Aktionsgruppe für Nordvorpommern hat mittlerweile mehr als 100 Mitglieder. Die Koordinierung erfolgt im Landratsamt, Ansprechpartnerinnen sind dort Karen Hoppenrath und Katharina Bötzer.

Um sich vor Ort umzuschauen, erfolgte noch im Dezember eine Rundreise. Diese bezog zum Beispiel Dettmannsdorf-Kölzow ein, wo Leader-Gelder die Erweiterung des Standortes der Freien Schule unterstützen sollen.

Über die Projektbetreuung hinaus gibt es 2016 in Nordvorpommern zum Beispiel erneut die beliebte Bus-Tour im Herbst, auf denen sich die Teilnehmer Leader-Projekte anschauen können. Auch ein Workshop ist erneut geplant. Außerdem soll für den Verein, sprich die Lokale Aktionsgruppe, eine Homepage erstellt werden.

Großes Budget

20 Projekte könnten 2016 dank des Leader-Budgets in Nordvorpommern umgesetzt werden. Das Budget beläuft sich auf 3,4 Millionen Euro, plus 144 000 Euro Landesmittel.


Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“ und soll die Entwicklung ländlicher Wirtschaft fördern. Das EU-Programm gibt es seit Anfang der 1990er-Jahre.



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