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Stralsund Fusion stärkt den Schulstandort Tribsees
Vorpommern Stralsund Fusion stärkt den Schulstandort Tribsees
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08:00 07.04.2019
Die Tribseeser Grundschule "Heinrich Bandlow" (l.)wurde an die Regionalschule "Recknitz-Trebeltal" angegliedert, um den Schulstandort Tribsees zu stabilisieren. Quelle: Jörg Mattern
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Tribsees

Zwei Schulen unter einem Dach, sind für die Zukunft stärker aufgestellt, als eine alleine. So etwa war die Idee als die Kommunalpolitik der Trebelstadt überlegte, wie sich der Schulstandort Tribsees dauerhaft sichern lassen würde. „Wir wollten vor allem unsere Grundschule aus dem Fokus nehmen, weil es für deren Betrieb bislang nur befristete Garantien in Fünfjahreszeiträumen gegeben hatte“, sagt Tribsees Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU). Ein Zustand, der vor allem Entscheidungen für größere Investitionen des Schulträgers in die kleine Schule hemmte. „Es war den Eltern der Grundschüler ja auch nur schwer zu vermitteln, warum die weiterführende Schule nebenan saniert wurde und die der jüngsten Schüler nicht“, so Molkentin.

„Als ich auf einem Schulforum erstmals darüber sprach, die Grund- und die Regionalschule zusammenzulegen, löste das nicht gleich bei jedem umfassende Begeisterung aus“, erinnert sich der Bürgermeister, der durchaus Verständnis dafür aufbringt: „Beide Schulen hatten sich mit eigenen Konzepten profiliert, es gab viele Fragen zum Warum und wie das funktionieren solle.“ Es folgten Gesprächsrunden beider Kollegien unter Einbindung des Schulamtes, bis feststand, dass mit Beginn des Schuljahres 2018/19 die Zusammenlegung erfolgen sollte.

Schulleiterin Heike Fruhriep, Leiterin der Regionalschule „Recknitz-Trebeltal, sagt: „Wir haben rechtzeitig damit begonnen, gemeinsam mit allen Kollegen sowie Schulträger und Schulamt zu überlegen, wie sich das Vorhaben zum Erfolg führen ließe und dann die nötigen Weichen gestellt.“ Zum Schulbeginn im August des letzten Jahres konnte der Unterricht für die 110 Mädchen und Jungen im Grundschulteil und die 255 Schüler des Regionalschulteils planmäßig beginnen. Inzwischen kann Heike Fruhriep einschätzen, dass die Zusammenlegung Vorteile gebracht hat. „Vor allem für die Grundschule, die das Profil einer vollen Halbtagsschule hat, gibt es jetzt Nachmittagsangebote von montags bis donnerstags bis 14 Uhr“, sagt die Schulleiterin. Dazu zählen Offerten von Kooperationspartnern der Schule, aber auch solche, die auch mit Unterstützung der Lehrer aus dem Regionalschulteil getragen werden, wie etwa russische Sprache für Kinder der vierten Klassen. Dazu kommen Angebote zum Experimentieren oder Musizieren sowie zu geschichtlichen Themen.

Das Zusammenwachsen funktioniert aber auch, weil sich Arbeit auf breitere Schultern verteilen lässt, über einen flexibleren Einsatz von Lehrkräften, etwa wenn eine Lehrerin aus dem Regionalschulteil eine vierte Klasse in Vertretung übernimmt. Schüler aus den vierten Klassen kennen beim Übergang in die weiterführende Schule dann bereits so manchen ihrer künftigen Lehrer. Derzeit unterrichten sechs Lehrer im Grundschulbereich und 22 im Regionalschulbereich sowie zwei Referendare an der Schule. Für die Schulsozialarbeit gibt es 1,5 Stellen.

„Von den Eltern habe ich seit der Zusammenlegung nur positive Rückmeldungen bekommen“, bestätigt die Schulleiterin. Gegenwärtig erarbeitet sie mit ihren Kollegen ein neues Schulprogramm. Auch Bürgermeister Thomas Molkentin sieht die Entscheidung für die Schulzusammenlegung bestätigt. „Die Grundlagen für Investitionen zur Sicherung des Schulstandortes sind gelegt. Ich sehe hier vor allem eine Aufgabe für den neu zu wählenden Amtsausschuss des Amtes Recknitz-Trebeltal, die Schritte zu unternehmen, die dafür notwendig sind.“

Jörg Mattern

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