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Stralsund Fusionsvertrag feierlich unterschrieben
Vorpommern Stralsund Fusionsvertrag feierlich unterschrieben
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11:10 30.01.2019
In fünffacher Ausfertigung unterschrieben die Bürgermeister Bärbel Schilling und Horst Badendiek (v.l.) sowie Gerald Harport (r.) den „Gebietsänderungsvertrag“ für ihre Gemeinden Niepars, Neu Bartelshagen und Kummerow. Die gewachsene Gemeinde Niepars erstreckt sich ab dem 26. Mai 2019 über eine Fläche von knapp 65 Quadratkilometern und hat 2500 Einwohner. Quelle: foto: Jörg Mattern
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Niepars

Der Neujahrsempfang im Handwerkerdorf Niepars hat sich zu einer liebgewordenen Tradition entwickelt. Bei dieser Gelegenheit gibt es auch immer wieder neue Anlässe, etwas zu feiern. Am Montagabend stand der Empfang ganz im Zeichen einer größer werdenden Gemeinde. Denn Neu Bartelshagen und Kummerow hatten sich Ende 2018 entschlossen, künftig mit Niepars zu einer großen Gemeinde zu fusionieren. Daher fanden sich diesmal auch Gemeindevertreter und Bürgermeister der Koalitionäre unter den Gästen, um die feierliche Unterzeichnung des Fusionvertrages zu vollziehen.

So konstatierte denn die Nieparser Bürgermeisterin Bärbel Schilling in ihrer Begrüßungsrede: „Ich habe mich gefreut, dass man in Neu Bartelshagen und Kummerow den gleichen gedanklichen Ansatz wie bei uns verfolgte – gemeinsam die nächsten Aufgaben anzupacken.“ Die Bürgermeisterin nutzte die Gelegenheit, zuvor einen kurzen Blick auf das Erreichte im vergangenen Jahr zu werfen. „Wir haben viel auf den Weg gebracht in der Gemeinde“, so Schilling. Überall im Dorf werde gebaut und fast überall wo neue Häuser entstehen, ziehen Familien mit Kindern ein. Für die Bürgermeisterin ein gutes Signal für die Zukunft, denn: „Unsere Schule wird sich über neue Schüler freuen.“ Dazu passt, dass das Dach der Turnhalle erneuert wurde. 270 000 Euro hat Niepars aus dem Gemeindehaushalt dafür aufgebracht – das Vorhaben ohne Fördermittel gestemmt. Zum Thema Zukunft passt ebenfalls die Feststellung: „Wir haben die Jugendarbeit neu organisiert.“ Der Verein „Für Demokratie und Vielfalt“ reaktiviert in diesen Tagen den Nieparser Jugendklub und will gemeinsam mit dem Storchennestverein den Mädchen und Jungen aus der Gemeinde und dem Amt neue Angebote unterbreiten.

Ein Fakt, auf den sich Landrat Stefan Kerth (SPD) als Gast des Empfangs bezog: „Ich beobachte mit Staunen und Respekt, was hier für eine tolle Jugendarbeit geleistet wird.“ Kerth äußerte sich auch zum Thema Gemeindefusion und bescheinigte Niepars, Neu Bartelshagen und Kummerow ein konstruktives Herangehen an dieses Vorhaben. „Ich bin kein Verfechter eines Zwangs zur Zusammenlegung von Gemeinden“, sagte Kerth und betonte zugleich, dass alle Initiativen seine Unterstützung fänden, die wie hier freiwillig eine gemeinsame Zukunft anstreben.

Zeit für Bärbel Schilling, ihre Amtskollegen Horst Badendiek (Neu Bartelshagen) und Gerald Harport (Kummerow) sowie deren Stellvertreter zur Unterzeichnung des Fusionsvertrages zu bitten. Jedoch nicht, ohne zuvor noch einmal zu erwähnen, dass sie persönlich ein wenig traurig darüber sei, dass sich die Gemeinde Groß Kordshagen nach einer Bürgerabstimmung nicht dazu hatte entschließen können, den gemeinsamen Weg mitzugehen. „Es bleibt eine Aufgabe für die Zukunft, die Herausforderungen für den gemeinsamen Brandschutz unbedingt zu regeln. Das wird Groß Kordshagen nicht alleine können, ebenso wenig wie Niepars.“

„Wir wollen uns Vertrauen entgegenbringen, einander achten und auch künftig keinen Gemeindeteil bei unserer Entwicklung außen vor lassen“, so Schilling. Und dann zückten die Koalitionäre ihre Kugelschreiber und hatten reichlich zu tun. Der „Gebietsänderungsvertrag“, der nach der Kommunalwahl im Mai in Kraft tritt, musste in fünffacher Ausfertigung unterzeichnet werden.

Die junge Künstlerin Jasmin Clare sang begleitend dazu den Elvis-Presley-Klassiker „Can't help falling in love“ – frei übersetzt: Ich kann nicht umhin, Dich zu lieben.

Jörg Mattern

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