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Stralsund Gorch-Fock-Verein kritisiert Behörden am Sund
Vorpommern Stralsund Gorch-Fock-Verein kritisiert Behörden am Sund
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06:30 20.04.2015
Die „Gorch Fock I“ muss im Stralsunder Hafen vertäut bleiben. Für eine Überfahrt zur Volkswerft war erst der Wind zu stark und dann der Wasserstand zu hoch.
Die „Gorch Fock I“ muss im Stralsunder Hafen vertäut bleiben. Für eine Überfahrt zur Volkswerft war erst der Wind zu stark und dann der Wasserstand zu hoch. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Wulf Marquard vom Eignerverein der „Gorch Fock I“  hat die Entscheidung der Behörden, das Segelschiff am Wochenende nicht aus dem Stralsunder Hafen zu lassen, scharf kritisiert. Er glaubt, dass die Auflagen womöglich zu streng gewesen sind. „Ich will dafür eine Begründung wissen. Und wenn es die nicht gibt, dann gnade ihnen Gott“, schimpfte Marquard.

Er ließ zudem offen, ob die Bark in Stralsund überhaupt noch eine Zukunft hat. „Bei diesen Behörden muss man sich fragen, ob Stralsund der richtige Liegeplatz für die Gorch Fock ist.“ Rostocks OB Roland Methling (parteilos) hatte bereits im Frühjahr offensiv um das Schiff geworben.

Nach einem tagelangen Geduldsspiel ist die Fahrt der „Gorch Fock I“ zur Stralsunder Volkswerft am Sonntag komplett abgeblasen worden. War bei den ersten zwei Versuchen am Sonnabend noch der Wind zu stark, scheiterte die Fahrt am Sonntag am zu hohen Wasserstand. Die zuständigen Ämter hatten keine Genehmigung erteilt, da das 40 Meter hohe Schiff bei jetzigem Pegelstand aus ihrer Sicht zu hoch ist, um unter der Rügenbrücke und der angrenzenden Hochspannungsleitung passieren zu dürfen.

Das Scheitern der Überfahrt hat den Verein viel Geld gekostet. Die aus Rostock stammenden Schlepper, die das Schiff in die Werft ziehen sollten, sind teuer. Jedes Mal – auch wenn nichts passiert – sind hohe Kosten mit ihren Einsätzen verbunden.Für die beiden Schiffe, die das ganze Wochenende für den Abtransport bereitstanden, muss der Verein 15000 Euro bezahlen.



Alexander Müller