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Stralsund Tribseer Damm in Stralsund wird erneuert
Vorpommern Stralsund Tribseer Damm in Stralsund wird erneuert
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05:27 21.07.2019
Die Bauarbeiten an der Straßenoberfläche haben am Tribseer Damm begonnen. Zunächst werden die Bordsteine gesetzt, als Einfassung für die spätere Straße und den Fußweg. Quelle: Miriam Weber
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Stralsund

Alles im Zeitplan: Auf einer der größten Baustellen der Hansestadt herrscht Hochbetrieb. Seit Juni des vergangenen Jahres laufen an einer der meist frequentierten Straßen der Stadt, dem Tribseer Damm, Bauarbeiten. In den kommenden Jahren soll dieser komplett erneuert werden. Der erste Bauabschnitt, von der Alten Rostocker Straße bis zur Zufahrt Hexenplatz, soll Ende des Jahres fertiggestellt sein. 3,8 Millionen Euro werden in das etwa 220 Meter lange Stück investiert.

„Wir hatten den Termin ursprünglich so geplant und können ihn auch halten“, erklärt Bauleiter Gunnar Bergmann. Der milde Winter habe den Baufirmen BMR aus Rostock und Estra-Bau aus Bergen dabei in die Karten gespielt. „Wir mussten nicht einmal unterbrechen, sondern konnten die ganze Zeit weiter bauen“, sagt Bergmann.

Tiefbauarbeiten fast abgeschlossen

Das Zeitaufwändigste an den Tiefbauarbeiten sei zu 95 Prozent erledigt, erklärt Gunnar Bergmann. „Allerdings ist es das, was man hinterher gar nicht sieht, da es unter der Erde passiert.“ Stephan Bogusch, Abteilungsleiter Straßen und Stadtgrün, erklärt: „Wir haben alle Versorgungsleitungen, wie Schmutzwasser-, Trinkwasser- oder Gasleitungen, erneuert.“ Die Schwierigkeit dabei sei unter anderem gewesen, dass man teilweise 100 Jahre alte Leitungen austauschen musste, denn einst lief unter dem Tribseer Damm die Haupttrinkwasserleitung Richtung Innenstadt. „Das bedeutete, dass auch die Pläne dazu so alt waren und wir uns manchmal vortasten mussten“, ergänzt Dirk Wöller von der Abteilung Straßen und Stadtgrün. „Es konnte auch mal vorkommen, dass die Leitungen zwei Meter weiter lagen, als auf dem Plan eingezeichnet.“ Einfach die alten zu kappen und dann die neuen zu legen, ging auch nicht, schließlich musste die Versorgung der Anwohner gewährleistet bleiben.

Der erste Bauabschnitt zur Erneuerung des Tribsser Damms in Stralsund soll bis zum Ende abgeschlossen sein.

Doch nun ist das Gröbste geschafft und die ersten Arbeiten für die Oberflächengestaltung starten. „Wir sind dabei, Granitbordsteine zu setzen als Einfassung für die künftige Straße“, erklärt Gunnar Bergmann. Zu erkennen sind dabei auch die späteren Parkbuchten, parallel zur Straße. „Und an diesen Stellen werden die Bäume gepflanzt“, sagt Stephan Bogusch und zeigt auf sich wiederholende Flächen, die ebenfalls schon eingefasst sind. Außerdem werden die Gossen zur Entwässerung gebaut, dann kommen die Fußwege an die Reihe. „Wir müssen immer schauen, dass die Fußläufigkeit gegeben ist“, erklärt Gunnar Bergmann die Schwierigkeit.

Schutzstreifen für Radler

Dann wird die Fahrbahn asphaltiert. Einen separaten Radweg wird es künftig nicht geben, da dafür der Platz fehlt. Doch den Radlern werden zwei Möglichkeiten angeboten. „Wir planen einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn, genau wie am Knieperwall, und es wird den kombinierten Geh- und Radweg geben“, erklärt Stephan Bogusch.

„Wir wissen, dass wir den Anwohnern eine Menge zumuten mit dem Lärm und dem Staub“, sagt Gunnar Bergmann. „Aber bisher gab es zum Glück keine großen Beschwerden, wir versuchen, die Anwohner in alles mit einzubeziehen und zu erklären, was passiert oder Probleme gemeinsam zu lösen.“ Doch fast wie bestellt, steht genau in diesem Moment Annemarie Stolzenburg vor dem Bauleiter und schimpft. „Ich kann die hohe Stufe vor dem Haus kaum erklimmen, das ist zu beschwerlich für mich“, sagt die über 80-Jährige. Gunnar Bergmann reagiert schnell und wenige Minuten später sind die Höhenunterschiede vor den Haustüren durch kleine Aufschüttungen minimiert.

Der Start zum zweiten Bauabschnitt bis zur Kreuzung an der Schleusenbrücke soll im Anschluss im Frühjahr erfolgen. „Als dritten Bauabschnitt nehmen wir uns dann die Kreuzung selbst vor“, schaut Stephan Bogusch optimistisch voraus.

Miriam Weber

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