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Stralsund Gas dringt über Lüftung in Wohnung ein: Stralsunder schwebt in Lebensgefahr
Vorpommern Stralsund Gas dringt über Lüftung in Wohnung ein: Stralsunder schwebt in Lebensgefahr
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14:22 07.11.2019
Ein 29-jähriger Stralsunder musste am Mittwoch mit einer Gasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Quelle: Tilo Wallrodt
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Stralsund

Großer Rettungseinsatz am Mittwoch auf dem Hof eines Hauses in der Böttcherstraße in Stralsund. Gegen 12.45 Uhr rief ein 29-jähriger Mieter den Notdienst, weil er gesundheitliche Probleme hatte. Der alarmierte Rettungsdienst brachte den Mann sofort ins Stralsunder Klinikum, dort verschlechterte sich sein Zustand, so dass er mit dem Rettungshubschrauber nach Kiel geflogen werden musste. Der 30-jährige Mitbewohner, der erst später in die Wohnung kam, musste ebenfalls zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Gas über Lüftung in die Wohnung gelangt

Die Stralsunder Feuerwehr, die von der Leitstelle ebenso alarmiert wurde, untersuchte die Wohnung des Mannes und stellte nach einer Messung in den Räumen eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid fest. „Kripo und Fachleute gehen nach weiteren Untersuchungen davon aus, dass das Gas aus dem Heizungsraum kam. Dort gab es einen Defekt an der Heizungsanlage, so dass Fremdverschulden ausgeschlossen werden konnte“, erklärt Polizeisprecher Mathias Müller gegenüber der OZ und betonte, dass keine Strafttat vorliege. Das Gas sei vom Heizungsraum über die Lüftung in die Wohnung gelangt, so die Polizei.

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29-Jähriger auf dem Weg der Besserung

Der 29-jährige Mann, der zunächst in Lebensgefahr schwebte, befand sich nach Polizeiangaben am Donnerstag auf dem Weg der Besserung. Sein Mitbewohner konnte das Krankenhaus bereits verlassen. Er zog zunächst aus der Wohnung aus. Im Laufe des Donnerstags sorgten verschiedene Firmen für die Reparatur der Anlage. Der Vermieter erklärte sich zudem bereit, einen Kohlenmonoxi-Warnmelder in das Haus, in dem sich zwei Wohnungen befinden, einzubauen.

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Von Ines Sommer