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Stralsund Helios Klinikum Stralsund: So ist die Lage auf der Intensivstation vor Silvester
Vorpommern Stralsund

Helios Klinikum Stralsund: So ist die Lage auf der Intensivstation vor Silvester 

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20:01 30.12.2021
Beatmungsgeräte und Überwachungstechnik stehen in einem Zimmer der Intensivstation in der Helios-Klinik (Symbolbild).
Beatmungsgeräte und Überwachungstechnik stehen in einem Zimmer der Intensivstation in der Helios-Klinik (Symbolbild). Quelle: Jens Büttner
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Stralsund

Trotz verschärfter Maßnahmen bleibt die pandemische Lage im Kreis Vorpommern-Rügen seit Mitte Dezember angespannt. Zu sehen ist dies auch auf der Intensivstation am Helios Hanseklinikum. Zuletzt lagen dort am Donnerstagabend neun Corona-Patienten. Weitere zehn Corona-Patienten befanden sich auf Normalstation.

Zwar hat sich damit die Lage zum Jahresende hin wieder etwas entspannt – denn zu Hochzeiten Mitte Dezember 2021 wurden insgesamt fast 30 Corona-Patienten in der Stralsunder Klinik betreut – dennoch wird vorsorglich ein kleiner Teil von geplanten Eingriffen in Abstimmung mit Patienten bis Jahresende verschoben. Laut Klinik-Leitung soll um kein unnötiges Risiko eingegangen werden.

Pauschale Absagen gibt es nicht. „Wir prüfen genau, welche Eingriffe unaufschiebbar sind und welche unsere Mediziner guten Gewissens aufs neue Jahr verlegen können“, sagt der Ärztliche Direktor und Chirurgie-Chefarzt Prof. Matthias Birth in einem Post auf Facebook. „Wir rechnen weiterhin mit einer zunehmenden Zahl von Corona-Patienten. Dafür wollen wir uns möglichst gut rüsten, um auch eventuelle Personalausfälle durch Quarantäne oder eigene Erkrankungen auffangen zu können.“

„Wir rechnen weiterhin mit einer zunehmenden Zahl von Corona-Patienten“, Prof. Matthias Birth, Ärztlicher Direktor und Chirurgie-Chefarzt. Quelle: Stefan Sauer

Denn auch in Vorpommern-Rügen ist mit Omikron die neuste und hochansteckende Coronavirus-Variante auf dem Vormarsch. Sie wurde Anfang der Woche erstmalig in Vorpommern-Rügen nachgewiesen.

Helios-Klinik auf Jahreswechsel vorbereitet

Man geht davon aus, dass auch in der Stralsunder Klinik die Zahl der Corona-Patienten wieder zunehmen wird. Aufgrund der Meldungen von überfüllten Intensivstationen stellt Klinikgeschäftsführer David Kayser jedoch klar: „Die medizinische Versorgung ist jederzeit sichergestellt.“

„Die medizinische Versorgung ist jederzeit sichergestellt“, Klinik-Geschäftsführer von Helios Stralsund. Quelle: Helios-Hanseklinikum

Nur rund ein Viertel der Intensivbetten sei mit Corona-Patienten belegt. Die Bürger im Landkreis Vorpommern-Rügen müssten sich daher keine Sorgen machen. „Wir haben alle möglichen Personalressourcen gebündelt, um Patienten weiterhin professionell versorgen zu können. Was gemacht werden muss, wird gemacht. Jeder Notfall wird behandelt, jede notwendige Krebsbehandlung durchgeführt.“ So könne man sich auch zum Jahreswechsel bei einem Notfall auf das Klinikum verlassen.

Böller-Verbot soll Krankenhäuser zum Jahreswechsel entlasten

Aufgrund der aktuellen Situation publizierte auch die Polizei Stralsund einen Warnhinweis zum Jahreswechsel. „Wir appellieren an eure Vernunft und bitten um Einhaltung der bekannten Regeln.“ Dabei fasten sie kurz die wichtigsten Regeln zusammen: „An Silvester und Neujahr gibt es keine Lockerung der Kontakt­beschränkungen. Silvesterpartys und Treffen in größeren Gruppen sind also nicht möglich.“

Auch sei der Verkauf und das Überlassen von Feuerwerk verboten, genau wie das Zünden von Pyrotechnik auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen. „Ziel der Regelung ist es, Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht zu verhindern, um die aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin stark beanspruchten Krankenhäuser und Notfallambulanzen zu entlasten“, heißt es weiter.

Polizei: Ausländische oder selbstgebastelte Knaller können tödlich sein

Zwar ist das Zünden von Raketen und Böllern (Klasse F2) auf privaten Flächen grundsätzlich noch möglich, dennoch schieben die Beamten auch hier ein klare Warnung hinterher: „Ein guter Rat: Lasst die Finger von Böllern aus dem Ausland oder selbstgebastelten Knallern. Diese sind illegal und im schlimmsten Fall sogar tödlich“, heißt es von der Polizei Vorpommern-Rügen.

Von Kay Steinke