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Stralsund Jetzt bewerben: OZ und Helios-Klinikum unterstützen Stralsunder Vereine mit 10 000 Euro
Vorpommern Stralsund

Heliosvereint - 10000 Euro für Stralsunder Vereine: Jetzt Bewerbung einreichen

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19:21 28.11.2021
Sie wollen bei der Aktion „Helios vereint“ mitmachen: Ahmad Salim (12, links) und Mohammad Alkhani (14) vom Box-Verein „Phoenix SV“. Sie hätten gern einen neuen großen Box-Sack und neue Kopfschutzausrüstungen für ihr Training.
Sie wollen bei der Aktion „Helios vereint“ mitmachen: Ahmad Salim (12, links) und Mohammad Alkhani (14) vom Box-Verein „Phoenix SV“. Sie hätten gern einen neuen großen Box-Sack und neue Kopfschutzausrüstungen für ihr Training. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Mitgliederschwund, fehlende Zuschauer, eingeschränktes Vereinsleben: Mit dem Anhalten der Pandemie verschärft sich die Notlage vieler Vereine in MV. Mit einer gemeinsamen Aktion wollen das Helios Hanseklinikum und die OSTSEE-ZEITUNG Vereinen aus Stralsund und dem Umland nun unter die Arme greifen. Unter dem Motto „Helios vereint“ sollen fünf Vereine mit je 2000 Euro unterstützt werden.

Damit das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird, können sich Vereine ab dem 13. November 2021 mit einem Foto und einer Kurzvita über das Online-Portal der Ostsee-Zeitung unter www.ostsee-zeitung.de/heliosvereint bewerben. Beschreiben müssen die Vereine weiterhin, wofür sie das Geld verwenden wollen. Dies kann alles Mögliche sein. „Trainings-Equipment, Kostüme für ein Theaterstück, die Ausrichtung eines Feriencamps oder als Zuschuss für die Neugestaltung des Vereinsheimes“, beschreibt Kay Steinke, Leiter der Stralsunder OZ Redaktion, etliche Beispiele. Steinke wird als Teil einer fünfköpfigen Jury Anfang Dezember alle Bewerbungen sichten.

Was bei der Bewerbung zu beachten ist

Mit der gemeinsamen Aktion „Helios vereint“ unterstützen das Helios Hanseklinikum Stralsund und die Ostsee-Zeitung gemeinnützige Vereine aus Stralsund und der Umgebung. Diese können im sportlichen, kulturellen oder sozialen Sektor aktiv sein.

Zulässig sind nur Bewerbungen über das Foto-Upload-Formular der OSTSEE-ZEITUNG unter www.ostsee-zeitung.de/Foto-Upload. In der Überschrift muss dabei mit #heliosvereint der Name der Aktion stehen. Das Foto sollte als JPEG hochgeladen werden und 3 MB nach Möglichkeit nicht überschreiten. In dem Bereich „Kurzbeschreibung zum Foto“ sollte die Kurzvita des Vereines (max. 500 Zeichen) sowie das Projekt (Wofür sollen die 2000 Euro eingesetzt werden?; max. 500 Zeichen) eingetragen werden.

Wer seine Bewerbung multimedial aufpeppen will, hat dazu die Möglichkeit über Social Media. Einfach den Beitrag (Video/Collage/Präsentation) mit dem Hashtag #heliosvereint auf Instagram oder Facebook posten. Einsendeschluss ist 6.Dezember. Eine Jury sucht aus allen Einsendungen vier Gewinner aus, ein weiterer Gewinner wird über ein OZ-Publikums-Voting ermittelt.

Wer seine Bewerbung multimedial aufpeppen will, hat dazu die Möglichkeit über Social Media. Einfach den Beitrag (Video/Collage/Präsentation) mit dem Hashtag #heliosvereint auf Instagram oder Facebook posten. Einsendeschluss ist nach knapp zwei Wochen der 6. Dezember. Die Jury sucht aus allen Einsendungen vier Gewinner aus, ein weiterer Gewinner wird über ein OZ-Publikums-Voting ermittelt.

„Helios vereint“: Aktion soll helfen, wo Corona Spuren hinterlassen hat

In der Jury engagieren sich Ultraläufer und Sozialpädagoge Robert Schmidtke, die Volleyballerin Swantje Basan, die Sängerin Franziska Ringe und Helios-Geschäftsführer David Kayser. „Als Krankenhaus erleben wir die Auswirkungen des Coronavirus hautnah mit“, sagt Kayser.

David Kayser, Geschäftsführer Helios Stralsund Quelle: Helios Stralsund

„Damit meine ich zum einen die direkten gesundheitlichen Folgen für Patienten, aber auch die beruflichen und privaten für unser Personal. Viele unserer knapp 1600y Mitarbeiter und deren Familien sind in Vereinen aktiv, ob im Chor, beim Handball, Fußball, Schwimmen oder im Theater. Corona hat das gesamte Vereinsleben auf den Kopf gestellt. Wir wollen mit der gemeinsamen Aktion dort helfen, wo Corona seine Spuren hinterlassen hat. Daher kann ich all unseren Stralsunder Vereinen nur sagen: Nutzt die Chance und bewerbt euch!“

„Vereine sind als soziale Anlaufstelle wichtig“

Ganz ähnlich sieht dies auch Ultraläufer Robert Schmidtke. „Unsere Kinder sind die stillen Helden der Pandemie“, sagt der 40-Jährige, der selbst zweifacher Vater ist. „Ich finde es unglaublich, wie ruhig viele der Jüngsten die Maßnahmen ertragen.“ Lange konnten sie weder zur Musikschule gehen, noch zum Fußballtraining oder zur Jugendfeuerwehr. Dabei seien Vereine wichtige soziale Anlaufpunkte. „Manche Sorgen können nur dort mit Freunden oder auch mit dem Trainer besprochen werden“, sagt Schmidtke.

Robert Schmidtke lief 2020 in fünf Tagen um die Insel Rügen. Quelle: Horst Schreiber

Gerade weil Kinder- und Jugendsport im ersten Halbjahr 2021 keine Lobby hatte, machte Schmidtke mit einer Aktion auf die prekäre Situation aufmerksam: Ganz alleine, ohne Zuschauer oder Laufpartner, spulte er im Jahnstadion einen Marathon über 42,195 Kilometer ab. „Das war der härteste Marathon, den ich je gelaufen bin“, sagt er. Die Strapazen hat er jedoch gern auf sich genommen. „Die Kinder sollten bei Öffnungsschritten nicht vergessen werden“, sagt Schmidtke. Trotz der temporären Öffnungen hätten viele Vereine noch immer massive Probleme. „Besonders kleine Vereine haben durch Corona Schwierigkeiten. Da hilft jeder Euro“, sagt Schmidtke.

„Vereine müssen zum Teil um Existenz kämpfen“

In einem großen Stralsunder Verein engagiert sich Volleyballerin Swantje Basan. Als Spielerin der Wildcats war sie direkt von der Corona-Pandemie betroffen.

Swantje Basan Quelle: FarbSpielFotografie

„Die Saison 2019/2020 lief für uns sehr erfolgreich. Doch dann wurde diese wegen Corona abgebrochen. Daher kann ich mir vorstellen, wie auch insbesondere kleinere Vereine durch die Einschränkungen zurückstecken mussten und zum Teil sogar um ihre Existenz kämpfen. Jegliche Unterstützung ist daher in dieser schweren Zeit sehr zu begrüßen“, sagt sie.

Pandemie für Sängerin eine Herausforderung

Beruflich war die Pandemie auch für Sängerin Franziska Ringe eine echte Herausforderung. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist die Sopranistin festes Ensemblemitglied am Theater Vorpommern in Stralsund. Mit ihrem kreativen Blick rundet sie die Fachjury ab. „Damit im kulturellen Betrieb wieder gearbeitet werden kann, haben wir die Bestimmungen sehr genau genommen“, sagt sie.

Franziska Ringe, Sängerin am Theater Vorpommern Quelle: privat

Zu den Vorstellungen dürften teils nur sehr wenige Zuschauer kommen. „Den Lockdown habe ich dafür genutzt, um Zeit mit der Familie zu verbringen“, sagt sie. „Beruflich war die Phase jedoch sehr frustrierend. Wir haben ein Stück einstudiert, dass wir nicht aufführen konnten.“ Mit dieser Situation seien Profis wie Ringe jedoch nicht allein.

Von Kay Steinke