Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Hiddenseer Zeltkino: Die beste Saison seit acht Jahren
Vorpommern Stralsund Hiddenseer Zeltkino: Die beste Saison seit acht Jahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 07.11.2019
Jörg Mehrwald hat im Zeltkino in Vitte die Kapitänsmütze auf. Quelle: Privat
Anzeige
Hiddensee

Kaum ist die Saison beendet, laufen auf dem söten Länneken schon die Vorbereitungen für den Jahreswechsel im Zeltkino in Vitte. Dabei hätte Kino-Chef Jörg Mehrwald Grund zum Feiern. Er kann auf die erfolgreichste Saison seit acht Jahren in der digitalen Zeit des Zeltkinos zurück blicken. 2019 fiel der bisherige Rekord an Zuschauern und war mit mehr als 13 000 Gästen für den Hiddenseer Hafen- und Kurbetrieb mehr als zufriedenstellend. In den Jahren zuvor lagen die Besucherzahlen noch konstant bei etwa 12 000.

Programmauswahl sorgt für Zuschaueranstieg

„Zuzuschreiben ist der deutliche Anstieg neben dem Ausbleiben von extremer Hitze in erster Linie der neuen Taktung und Programmauswahl“, sagt Mehrwald, der seit 2012 die Regie im Lichtspielhaus in Hafennähe führt. So hat er in diesem Jahr die Anfangszeiten verändert und Filme noch näher an den jahreszeitlich auf Hiddensee wechselnden Publikumsgeschmack der sehr unterschiedlichen Zielgruppen herangeführt.

„Lütt Bär“ für zwei Filme

Und er hat Auszeichnungen zu vergeben. „Monsieur Claude 2“ bekommt in diesem Jahr den Hiddenseer Kinopreis „Lütt Bär“ für den größten Kassenerfolg und erstmals wird ein Film mit einem „Lütt Bär extra“ ausgezeichnet. „Den bekommt der Film ‚Gundermann‘, der läuft bereits erfolgreich in der zweiten Saison, das gab es noch nie“, macht Mehrwald deutlich. Zum Saisonerfolg hätte im Übrigen auch die Investitionen der Gemeinde beigetragen. Neben der neuen Leinwand hat vor allem der Laserbeamer für eine störungsfreie Saison gesorgt.

Verlass ist auf das Stammpublikum

Der Kino-Chef könne sich inzwischen auf ein Stammpublikum verlassen, das oft vier bis fünf Vorstellungen während des Aufenthaltes auf der Insel besucht. Das Arthouse-Programm komme beim Publikum an und die spezielle Mischung aus alten und brandneuen Filmen finde immer mehr Anhänger. „Wenn wir das Zusatzprogramm hinzurechnen, wofür nur zum Teil Eintrittsgelder erhoben werden, also Kabarett, Konzerte und das große Inselsingen, dann kommen wir auf eine neue Rekordmarke von 16 000 Besuchern“, zieht Mehrwald für die 90 Sitzplätze fassende Lichtspielstätte die umfassende Bilanz.

Zelt oft ausverkauft

Neben den beiden Spitzenfilmen feierten „Bohemian Rhapsody“, „25 km/h“ und „Der Junge muss an die frische Luft“ besonders viele ausverkaufte Zelte. Trotzdem soll es bei einer anspruchsvollen Mischung bleiben, denn auch ernstere Filme wie „Und der Zukunft zugewandt“, „Astrid“ oder „Die Blüte des Einklangs“ haben auf der Insel ein treues Publikum. Insgesamt liefen über 50 Filme in der Saison bei täglichem Programmwechsel.

25 Filme zum Jahreswechsel

Das Zeltkino öffnet am 25. Dezember noch einmal für zwei Wochen. Geplant sind 25 Filme unter anderem der Deutschlandstart des französischen Bestsellers „Der geheime Roman des Monsieur Pick“. „Ich telefoniere täglich mit Verleihern, weiß ziemlich genau, was gerade in den Studios produziert wird, auch 2020 soll die Mischung der Filme auf Hiddensee wieder einzigartig sein“, umschreibt Mehrwald seine Arbeit in seinen ersten freien Tagen seit dem Saisonstart zu Ostern.

Von Chris Herold

Projektteam der Hochschule legt ein Buch vor, das Standortatlas und Reiseführer zugleich ist. Dokumentiert werden Alleinstellungsmerkmale aus Natur, Kultur und Wirtschaft des Landes.

07.11.2019
Für mehr Mobilität auf dem Land - Altenpleen macht’s vor: Erste Mitfahrbänke aufgestellt

Für mehr Mobilität auf dem platten Land: Am Strelapark in Stralsund und in Klausdorf (Vorpommern-Rügen) gibt es nun die ersten Bürgerbänke, die für Mitfahrgelegenheiten sorgen.

07.11.2019

Licht und Elektrik sind die Bereiche, in denen es am meisten Probleme gibt. Aber es gibt auch gute Nachrichten: An mehr als 70 Prozent aller Fahrzeuge hatten die Prüfer gar nichts auszusetzen.

07.11.2019