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Stralsund Stralsund Museum erhält historische Originalporträts
Vorpommern Stralsund Stralsund Museum erhält historische Originalporträts
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19:21 05.07.2019
Kuratorin Dorina Kasten und Maren Heun, Direktorin des Stralsund Museums im Museumshaus mit den Porträts von Gottfried und Margarethe von Kathen, die dem Museum vererbt wurden. Die auf den Bildern Dargestellten haben einst selbst mit der Familie in dem Museumshaus gelebt. Quelle: Miriam Weber
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Stralsund

Ziemlich ernst schauen sie drein, tragen noch ihre Mäntel und halten eine Bibel in der Hand. „Wahrscheinlich sind sie gerade von einem Kirchgang zurückgekehrt“, sagt Dorina Kasten, Kuratorin im Stralsund Museum, und zeigt auf zwei Porträts.

Die Bilder zeigen Gottfried und Margarethe von Kathen, ehemalige Bewohner der Mönchstraße 38. Und genau dort, im heutigen Museumshaus, hängen diese Malereien heute. „Elisabeth und Harald von Kathen, Nachfahren der Porträtierten, haben uns diese Originale vererbt“, erklärt Dorina Kasten. Bereits im Jahr 1999 überreichte die Familie zwei Kopien der Bilder, mit der Zusage, dass das Museum die Originale als Erbschaft zugesprochen bekäme. Nun sind diese Bilder nach mehreren hundert Jahren wieder in das Haus zurückgekehrt, in dem sie vermutlich einst hingen.

„Das allein ist schon eine Besonderheit“, sagt Museumsdirektorin Maren Heun. „Doch in dem Haus finden sich tatsächlich Spuren aus der Zeit, in der die von Kathens hier lebten.“ Das beginnt bei Akanthusmalerei in der Diele und reicht bis zu einem Klapp-Schreibtisch in der sogenannten schönen Stube. „Wir vermuten, dass Gottfried von Kathen um 1635 geboren wurde“, sagt Dorina Kasten. Klar sei jedoch, dass er 1666 Margarethe geheiratet, im Jahr 1693 den Adelstitel erhielt und 1698 verstarb. Seine Frau lebte bis zum Jahr 1716. Die beiden hatten sechs Kinder, und das Haus blieb bis zum Jahr 1750 im Familienbesitz.

Die von Kathens gehörten zum Bürgertum und betrieben ein Kramergeschäft im heutigen Haus Mönchstraße 38. „Damals hieß die Straße noch Haack-Straße“, erklärt Dorina Kasten. „Das kommt vom Wort Hake und ist die alte Bezeichnung für Kramer.“ Kramer bringt es übrigens ziemlich auf den Punkt, denn ein Kramerladen war so etwas, wie die heutigen „Tante Emma Läden“. Dort gab es alles.

Warum sich die beiden von Kathens porträtieren ließen, darüber können nur Vermutungen angestellt werden. „Das war nach der Zeit der Reformation so Mode, dass man sich präsentierte“, erklärt Dorina Kasten. Diese Porträts seien zwar nichts Riesiges, aber auch keine Miniaturen, „so der Mittelklassewagen“, sagt Dorina Kasten mit einem Lächeln.

„Für uns sind die Bilder von kulturhistorischer Bedeutung“, erklärt Maren Heun. „Es ist etwas Besonderes die Originalbilder in dem Haus zu zeigen, in dem die von Kathens auch wirklich gelebt haben.“

Miriam Weber

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