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Stralsund Elektronischer Weihnachtsbaum begeistert Gymnasiasten für Technik
Vorpommern Stralsund Elektronischer Weihnachtsbaum begeistert Gymnasiasten für Technik
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19:49 04.12.2019
Janne Riegenring (l.) und Julius Schandor beim Löten auf der kleinen Leiterplatte des Weihnachtsbaumes. Betreut von Paul Maczey, Master-Student E-Technik. Quelle: Jörg Mattern
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Stralsund

Wenn alles richtig zusammengelötet ist, dann blinken die Leuchtdioden am kleinen Weihnachtsbaum in vielen Farben. Sven König schaltet schon mal ein Muster dabei, damit die 12- und 13-jährigen Mädchen und Jungen sehen, wie ihre aus Leiterplatte geschnittenen Tannenbäume später funktionieren werden. Der Laboringenieur an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Stralsund (HOST) weiht schon seit 2012 Siebtklässler von der Lern-AG Robotik/Technik des Hansa Gymnasiums in die Geheimnisse der Elektronik ein.

Vom Löten bis zum Programmieren

„Wir vermitteln am Beispiel dieses etwas anderen Weihnachtsbaumes Grundlagen, wie eine Schaltung aufgebaut und programmiert wird, welche Bauelemente dafür gebraucht werden und nicht zuletzt, wie mit einem Lötkolben richtig umgegangen wird“, sagt König. Für die Hochschule sind solche Kooperationen wie diese mit dem Hansa Gymnasium oder auch mit dem Schulzentrum am Sund eine Möglichkeit, technikbegeisterte Kinder und Jugendliche auf sich aufmerksam zu machen. Stichwort: studentische Nachwuchsgewinnung.

Zusammenarbeit geht über Unterricht hinaus

Rainer Springer, Mathe und Physiklehrer am Hansa Gymnasium, ist mit zehn Jungen und zwei Mädchen aus der Lern-AG in das HOST-Labor gekommen. Für ihn ist die elektronische Bastelei so kurz vor Weihnachten genau das richtige Transportmittel, um Begeisterung für technische Zusammenhänge bei den Schülern auszulösen. „Das geht schon ein Stück über den Unterricht hinaus“, sagt Springer.

Begeisterung am Lötkolben

Begeisterung ist etwas, das Janne Riegenring (13) und Julius Schandor (12) durchaus anzumerken ist. Beide sind von der Freien Schule Dreschwitz ans Hansa Gymnasium gekommen und können schon gut mit dem Lötkolben umgehen, auch wenn der diesmal eine Spitze von nur 0,5 Millimeter hat. „Wir müssen damit schon vorsichtig sein, wenn wir keine Leiterbahnen überbrücken wollen“, sagt Julius. Für Janne ist der Weihnachtsbaum „schon cool“. „Aber er beansprucht auch viel Zeit, weil so viele kleine Teile eingelötet werden müssen.“

Um das spätere Programmieren machen sich beide weniger Sorgen. „Das haben wird schon bei den Lego-Robotern geübt“, sagt Julius.

Lohn der Anstrengung: Wenn der Weihnachtsbaum endlich blinkt, darf jedes AG-Mitglied ihn nach Hause mitnehmen.

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Von Jörg Mattern

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