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Stralsund Hochwasser am Sund: Lage normalisiert sich
Vorpommern Stralsund Hochwasser am Sund: Lage normalisiert sich
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16:33 03.01.2019
Das Hotel „Kontorhaus“ versinkt im Wasser. Gäste gingen barfuß ein und aus. Quelle: Jörg Mattern
Stralsund

Aufatmen an Stralsunds Küste: Das Hochwasser des Sturmtiefs „Zeetje“ hat sich zurückgezogen. Gegen Donnerstagmittag stand das Wasser an der Hafeninsel nur noch bei 5,45 Metern – 45 Zentimeter über dem, was sonst üblich ist. Einen Tag zuvor betrug der Pegelstand 6,15 Meter. Auslöser waren bis zu 86 Kilometer pro Stunde schnelle Sturmböen aus Norden, die das Wasser aus der Ostsee in den Strelasund drückte.

„Es wird noch eine Weile dauern, bis sich der Pegelstand wieder vollständig normalisiert hat“, erklärt Stadtsprecher Peter Koslik. Die Situation an der Hafeninsel habe sich aber schon entspannt. Eine erste Begehung hätte nur kleine Schäden der Sturmflut gezeigt: So hätten einige Steine der Uferbefestigung an der Sundpromenade den Wassermassen nicht standhalten können.

Größer sei der Schaden am alten Strandbad. „Dort wurde der Zaun zur Absperrung komplett zerstört“, sagt Koslik. Die Stadt sei aber froh, dass das neue Strandbad verschont geblieben ist. Beim Januar-Hochwasser vor zwei Jahren hätte das anders ausgesehen: „Damals wurde Sand in großen Mengen abgetragen.“

Welche langfristigen Folgen der hohe Wasserstand für das Hotel Kontorhaus haben wird, kann Chef René Suske derzeit noch nicht sagen. Fakt ist aber: Vor seiner Tür stieg das Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch. „Unsere Gäste gingen entweder barfuß ein und aus oder ich habe sie getragen“, berichtet er. Sauer mache ihn in diesem Zusammenhang die Sanierung des Querkanals, die vor ein paar Jahren erfolgte. Die Straße sei dabei unter anderem abgesenkt worden, wodurch der Wasserstand laut ihm noch schneller steigt.

Insgesamt musste die Feuerwehr 13-mal in Stralsund und 33-mal jeweils auf Rügen und in Nordvorpommern ausrücken, wie Landkreissprecher Olaf Manzke mitteilt. Unter anderem seien die Feuerwehrmänner zu einem Einsatz beim Segelschulschiff „Gorch Fock“ gerufen worden. „Aber nur weil die Absperrungen umgekippt sind und ein Stahlseil gerissen ist“, sagt Wulf Marquard. Ansonsten sei das Schiff zu gut gesichert gewesen. Bei der Weißen Flotte war man ebenfalls ausreichend vorbereitet, sodass es zu keinem Schaden gekommen ist.

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