Impfpanne in Stralsund: So geht es den betroffenen Pflegekräften an Silvester
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Stralsund Nach Impfpanne in Stralsund: So geht es den betroffenen Pflegekräften
Vorpommern Stralsund

Impfpanne in Stralsund: So geht es den betroffenen Pflegekräften an Silvester

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15:49 31.12.2020
Fahrzeuge des mobilen Impfteams im Landkreis Vorpommern-Rügen vor dem Pflegeheim „Rosa Luxemburg“ in der Stralsunder Hafenstraße.
Fahrzeuge des mobilen Impfteams im Landkreis Vorpommern-Rügen vor dem Pflegeheim „Rosa Luxemburg“ in der Stralsunder Hafenstraße. Quelle: Kai Lachmann
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Die Patientin, die sich infolge der fehlerhaften Impfung gegen das Corona-Virus am 27. Dezember noch in stationärer Behandlung befand, ist am Donnerstag aus der Klinik entlassen worden. Wie das Landratsamt Vorpommern-Rügen am Donnerstagvormittag dazu mitteilte, befinden sich damit alle betroffenen Personen wieder zu Hause – und können Silvester somit mit ihren Familien verbringen.

Mit diesen Symptomen haben die Impflinge zu kämpfen

Jedoch berichten drei von der Impfpanne betroffenen Pflegekräfte noch von andauernden Symptomen. Sie sprechen von Schmerzen, einer Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, einer allgemeinen Schwäche und leichtem Schwindel. Fünf Personen berichten dagegen von einer Besserung ihres Befindens.

Gesundheitsamt des Kreises ist in ständigem Kontakt

Das Gesundheitsamt des Landkreises steht weiterhin im täglichen telefonischen Kontakt mit allen Betroffenen. Landrat Stefan Kerth (SPD) zeigt sich erfreut, dass alle Personen den Jahreswechsel zuhause verbringen können. Er wünschte weiterhin eine gute Genesung.

Am Tag nach Weihnachten war im Pflegeheim „Rosa Luxemburg“ in der Hansestadt an sieben Mitarbeiterinnen und einen Mitarbeiter, der Jahrgänge 66 bis 82, die fünffache Dosis des gelieferten Corona- Impfstoffes der Firma Biontech/Pfizer verabreicht worden. Als der Fehler erkannt worden war, waren alle Betroffenen informiert und nach Hause geschickt worden.

Vier der acht Betroffenen hatten wegen grippeähnlicher Symptome zunächst zur Beobachtung und zu Untersuchungen das Krankenhaus aufgesucht. Drei von ihnen konnten danach aber schnell wieder nach Hause gehen.

Was die Firma Biontech zu einer Überdosis sagt

Nach Auskunft der Firma Biontech sind größere Dosen des Impfstoffes in der Phase-1-Studie für die Zulassung bereits an Probanden ohne schwerwiegende Folgen getestet worden. Es wurden keine bleibenden, unerwünschten Ereignisse gemeldet. Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle und meist grippeähnliche Symptome waren dosisabhängig, im Allgemeinen leicht bis mittelmäßig und vorübergehend.

Von Jörg Mattern