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Stralsund Intendant verspricht großen Sommerspaß
Vorpommern Stralsund Intendant verspricht großen Sommerspaß
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00:00 06.05.2015
Wieder mit im Programm des Theater-Open Airs: „Der Zauberer von Oz“. 2014 sahen das Musical bereits 3500 Zuschauer.
Wieder mit im Programm des Theater-Open Airs: „Der Zauberer von Oz“. 2014 sahen das Musical bereits 3500 Zuschauer. Quelle: Theater Vorpommern
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Stralsund

Los geht es mit dem Singspiel „Im weißen Rössl“ von Ralph Benatzky. Es feiert am 19. Juni in Greifswald seine Premiere und ist damit Startschuss für das neue Open Air des Theaters Vorpommern, das von diesem Sommer an unter dem Namen „Ahoi — mein Hafenfestival“ die bisherigen Ostseefestspiele ablöst.

Bis 30. August folgen drei weitere Produktionen: „Rock‘n‘Ballet“, eine Ballettproduktion mit der Stettiner Oper, das Galakonzert „Sternstunden des Musicals“ und die Wiederaufnahme des Musicals „Der Zauberer von Oz“, das schon bei den „Ostseefestspielen“ 2014 aufgeführt wurde.

„Von dem Namen haben wir uns verabschiedet, weil uns Touristiker und Marketingexperten dazu geraten haben“, erklärte Intendant Dirk Löschner gestern in Stralsund. Der Name „Ostseefestspiele“ habe vielfach zu Irritationen geführt. Touristen vermuteten dahinter sämtliche Open-Air-Angebote an der Küste. Letztlich habe das wohl auch dazu geführt, dass die Zuschauererwartungen 2014 nicht erfüllt werden konnten, sagte Löschner.

11 000 Besucher zählte das Theater 2014 bei seinen „Ostseefestspielen“. Viel zu wenig. Angepeilt worden waren 20000 Zuschauer. 2015 will der Intendant deshalb mindestens eine Steigerung um zehn Prozent erreichen. „Damit wären dann zumindest die Kosten gedeckt“, sagte er.

Gab es 2014 noch fünf Aufführungsorte, wurde deren Anzahl jetzt auf drei reduziert. Geblieben sind die Wiese am Stralsunder Hansa-Gymnasium, der Greifswalder Museumshafen und der Hafen in Ribnitz-Damgarten. Sellin auf Rügen und Heringsdorf auf Usedom habe man fallen lassen, weil die Zuschauerresonanz hier offenbar besonders schlecht war. „Die Inseln sind überversorgt“, erklärte Löschner. „2014 haben wir viele nützliche Erfahrungen gesammelt und unsere Schlussfolgerungen gezogen“. Deshalb will das Theater 2015 auch ein noch breiteres Publikums ansprechen. Aufführungsort ist wieder die mobile Bühne, die im vergangenen Jahr angeschafft worden war.

Ein Höhepunkt der neuen Open-Air-Saison ist mit Sicherheit auch „Rock‘n‘Ballet“. „Diese Produktion stellt einen neuen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit der Stettiner Oper dar“, sagte Ballettdramaturgin Marie Henrion. 24 Tänzerinnen und Tänzer werden gemeinsam auf der Bühne stehen. So viele wie noch nie. „Sie werden das Publikum mitreißen“, ist sich Henrion sicher. Denn die jungen Leute tanzen nach Hits der Stones, von U 2, Depeche Mode, Pink Floyd und Led Zeppelin. Vier Aufführungen gibt es in Greifswald, zwei in Stralsund, eine sowohl in Ribnitz-Damgarten und Stettin.

Große Erwartungen setzt der Intendant auch in die Schauspiel-Produktion „Im weißen Rössl“, das nicht nur sehr bekannt, sondern auch beliebt ist. Löschner verspricht sich davon einen wunderbaren Sommerspaß. Das Stück sei eine Parodie auf den Urlaubswahn in den Alpen. Deshalb passe es auch an die Ostsee, betonte er. Außerdem sei es für das Schauspielensemble des Theaters geradezu maßgeschneidert, meint er. Sowohl die Halb-Österreicherin Claudia Lüftenegger, die die Hauptrolle spielt, als auch Dennis Junge, der in Salzburg studiert hat, seien des österreichischen Dialektes mächtig. Darauf können sich die Zuschauer freuen.

Ein weiterer Zuschauermagnet soll wieder „Der Zauberer von Oz“ werden. Bereits 2014 lockte das Musical, in dem das komplette Musiktheater einschließlich Philharmonischem Orchester mitwirkt, 3500 Zuschauer in die Vorstellungen. „Weil es so gut lief, haben wir es wieder ins Programm genommen“, erklärte Löschner.

Last but not least runden die „Sternstunden des Musicals“ die erste Auflage des Hafenfestivals ab. In dieser Produktion, zu der mit Marion Wulf und Felix Martin auch zwei internationale Stars verpflichtet werden konnten, erklingen Ausschnitte vieler bekannter Musicals, wie „Cats“, „Les Miserables“ oder „Phantom der Oper“.

„Ahoi — mein Hafenfestival“ wird bis zum 30. August andauern. Der Kartenvorverkauf läuft bereits. Er soll in den nächsten Tagen noch mit mobilen Vorverkaufskassen intensiviert werden, informierte Theater-Marketingchef Hans Heuer. Diese sollen in allen größeren Orten, wie Grimmen, Demmin und auch Torgelow, Station machen. Heuer hatte gestern noch zwei weitere gute Nachrichten parat: Zum einen sind die Tickets billiger als 2014, zum anderen warten vielfältige Rabatte auf Frühkäufer und Mehrfachbesucher.

„Ahoi — mein Hafenfestival“

36Vorstellungen sind geplant. Sie verteilen sich auf Greifswald (16), Stralsund (16), Ribnitz-Damgarten (3) und Stettin (1).


Start des Open Airs ist am 19. Juni am Greifswalder Museumshafen mit „Im weißen Rössl“. Beendet wird „Ahoi — mein Hafenfestival“ am 30. August in Stralsund mit demselben Stück auf der Wiese am Hansa-Gymnasium.


Karten gibt es an den Kassen des Theaters in Stralsund, Greifswald und Putbus sowie in der Tourismuszentrale Stralsund und der Stadtinformation Greifswald und im Internet.



Reinhard Amler