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Stralsund Rewa verbaut Millionen für neues Kanalnetz
Vorpommern Stralsund Rewa verbaut Millionen für neues Kanalnetz
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14:00 08.01.2019
In der Friedrich-Naumann-Straße verbaut die Rewa in diesem Jahr für neue Abwasserleitungen 60 000 Euro im letzten Bauabschnitt. Das Foto stammt von den letzten Bauarbeiten in der Straße. Quelle: Marlies Walther
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Stralsund

Die Regionale Wasser- und Abwassergesellschaft (Rewa) Stralsund wird in diesem Jahr in der Hansestadt etwa 1,5 Millionen Euro in Sanierungsschwerpunkte des Ab- und Trinkwassernetzes der Hansestadt investieren. „Größtes Vorhaben für uns ist das ganze Jahr hindurch der Tribseer Damm“, sagt Rewa-Geschäftsführer Jürgen Müller. In einem nächsten Bauabschnitt werden hier alleine für den Einbau neuer Abwasserleitungen 650 000 Euro verbuddelt.

Seit Juni des vergangenen Jahres sind weite Teile des Tribseer Damms für den Verkehr gesperrt. Die Hansestadt lässt diese wichtige Zufahrtstrecke in die Altstadt zwischen Alter Rostocker Straße und Kreuzung Carl-Heidemann-Ring in drei Bauabschnitte sanieren. Alleine für den ersten Abschnitt im vergangenen Jahr bis zum Hexenplatz waren 3,5 Millionen Euro an Investitionen eingeplant.

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Weitergebaut wird in diesem Jahr auch wieder an der Großen Parower Straße. Bevor die Asphaltier-Maschinen für den bereits 5. Bauabschnitt der Straßensanierung anrücken, geht die Rewa zwischen den beiden Einmündungen des Caspar-David Friedrich-Weges für die Erneuerung des Kanalnetzes erst einmal unter die Erde. Geplant sind dafür 120 000 Euro. Etwa die Hälfte diese Summe wird in diesem Jahr in die Hand genommen, um die Rohrnetzsanierung im letzten Bauabschnitt der Friedrich Naumann-Straße zu Ende zu bringen.

Auf Bauarbeiten werden sich auch die Anwohner von Hainholz- und Wallensteinstraße einstellen müssen. Für den 1. Bauabschnitt in der Hainholzstraße hat der Wasserver- und Entsorger 120 000 Euro eingeplant. In der Wallensteinstraße werden die Arbeiten noch einmal um 30 000 Euro teurer.

„Parallel zu diesen Arbeiten am Abwassernetz werden wir für neue Trinkwasserleitungen auf allen Baustellen der Stadt insgesamt noch einmal 540 000 Euro einsetzen“, sagt Müller.

170 Kilometer Kanalnetz in der Hansestadt

Die Rewa ist der Wasserver- und Entsorger im Landkreis Vorpommern-Rügen. Neben der Hansestadt Stralsund und dem Landkreis sind 31 Kommunen zwischen Tribsees, Karnin und Groß Kordshagen Gesellschafter.

Im Einzugsgebiet betreibt die Rewa 23 Kläranlagen sowie 7000 Kilometer Schmutzwasserleitungen.

Der Beginn der unterirdischen Entwässerung in Stralsund wird auf das Jahr 1859 datiert.

Bis 1930 wurden die in den Kanälen gesammelten Abwässer der Stadt noch ungefiltert in den Strelasund eingeleitet. Erst 1930 wurde eine Kläranlage für 40 000 Einwohner mit mechanischer Reinigung gebaut.

Baustart für die heutige Kläranlage an der Bauhofstraße war 1953. Mit ihrer Kapazität war sie auf die Reinigung von Abwässern von bis zu 100 000 Einwohnern ausgelegt.

Noch einmal erweitert und auf eine vollbiologische Klärung modernisiert, wurde die Anlage im Jahr 1995. Die Stralsunder Kläranlage kam danach auf eine maximale Reinigungsleistung für die Abwässer von bis zu 120 000 Einwohnern.

Seit dem Jahr 2000 verfügt die Hansestadt über eine hochmoderne Kläranlage mit einem Anschlussgrad von fast 100 Prozent. Das Kanalnetz hat eine Länge von 170 Kilometern.

Ihr Trinkwasser beziehen die Stralsunder heute aus den Rewa-Wasserwerken Lüssow sowie Andershof I und II.

Derzeit liegt der allgemeine Wasserpreis je Kubikmeter bei 1,93 Euro.

Für eine sichere Versorgung der Rewa-Kunden mit Trinkwasser wird 2019 auch das Wasserwerk in Lüssow weiter auf- und ausgerüstet. Für 200 000 Euro werden neue Brunnen gebohrt. Auf der Vorhabensliste stehen eine neue Filteranlage, Leitungserneuerungen sowie Investitionen in Elektro- und Pumptechnik.

Ganz ohne Probleme ist diese rege Bautätigkeit auch für die Rewa nicht. „Tiefbaukapazitäten sind schwer zu bekommen. Dazu kommt, dass Material wie etwa PE-Rohre teurer werden“, sagt Jürgen Müller. Alleine für 2019 wurden durch Baufirmen bereits Preiserhöhungen bis zu sieben Prozent angekündigt. Für den Wasserversorger heißt das: „Wir haben neue Kalkulationen erstellt. Ab 2020 werden wir auf die gestiegenen Aufwendungen mit geringfügigen Preiserhöhungen reagieren müssen“, sagt Müller und sieht diese im Bereich von jeweils fünf Cent für den Kubikmeter Trink- und Abwasser.

Was das Thema Fachkräftebedarf angeht, sieht der Geschäftsführer das Unternehmen gut aufgestellt. „Wir müssen bis zum Jahr 2023 wegen unserer Altersstruktur 23 Mitarbeiter ersetzen, die in den verdienten Ruhestand gehen werden.“ Das Problem löst die Rewa vor allem aus eigener Kraft. „Wir bilden aus“, sagt Müller und verweist auf aktuell 15 Lehrlinge verschiedener Ausbildungsrichtungen, die alle eine gute Bleibe-Perspektive in der Firma haben werden.

Jörg Mattern

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