Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Stralsunder nehmen an Rennwagen-WM in London teil
Vorpommern Stralsund Stralsunder nehmen an Rennwagen-WM in London teil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:31 28.06.2019
Oliver Böttner, 15, Ancharlott Armbruster, 16, Anton Lange, 15, Marcel Gellert, 18, Nico Winter, 14, Maya Jordan, 14, Franziska Lorenz, 14 (v.l.). Quelle: Arne Lehmann
Anzeige
Stralsund

Ein Wettkampf, bei dem es nicht darum geht, mit dem schnellsten, sondern mit dem effizientesten Auto anzutreten, das ist der Shell Eco-Marathon, der vom 2. bis 5.Juli in London stattfindet. Wie bereits im letzten Jahr wird das Stralsunder Team „Greendrive“ vom Schulzentrum am Sund auch dieses Mal wieder an dem internationalen Rennen in der Kategorie „Prototype - Battery Electric“ in London teilnehmen. Im Klartext bedeutet das, dass der Rennwagen des Teams mit einer Batterie angetrieben wird. Gefahren werden zehn Runden, die je eine Länge von 1,475 Kilometer haben. Dabei muss eine bestimmte Strecke innerhalb einer festgelegten Maximalzeit durchfahren werden. Das Team, das dabei die wenigste Energie verbraucht, gewinnt.

2018 konnten sich die Stralsunder unter knapp 40 Konkurrenten auf den vierten Platz fahren. Dieses Resultat soll jetzt getoppt werden: „Wir erhoffen uns in diesem Jahr natürlich noch bessere Ergebnisse“, sagt Detlef Mittelstädt, Lehrer am Schulzentrum am Sund und Betreuer des Projektes. „Es wäre eine schöne Sache, wenn es für’s Treppchen reicht.“

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Schüler über das Jahr wieder mit Unterstützung des Stralsunder Hochschulteams „ThaiGer“- Racing Teams an ihrem Rennwagen getüftelt. Die Studierenden werden übrigens ebenfalls in London erneut an den Start gehen, allerdings in der Kategorie „Brennstoffzelle“.

„Die Hauptkomponenten, die wir im Vergleich zum letzten Wettbewerb verbessert haben, sind der Motor und der Motorcontroller“, erklärt Marcel Gellert, der Leiter des Schüler-Teams. Über die neue Antriebsweise verfüge man zwar schon seit dem letzten Wettkampf, sie sei damals aber nur in einem Rennen zum Einsatz gekommen. Jetzt wäre die Technik soweit ausgereift, um standardmäßig im Rennwagen Platz zu finden.

Das Prinzip sieht so aus, dass der Motor im einzelnen Hinterrad integriert ist. Innerhalb des Rades befindet sich dabei eine fest stehende Spule, umschlossen von mit dem Rad verbundenen Kränzen aus unterschiedlich gepolten Dauermagneten. Wird die Spule von Strom durchflossen, erzeugt diese ein Magnetfeld. Je nach Stellung der Spule zu den Dauermagneten wird der Strom der Spule durch den, mit Sensoren ausgestatteten, Motorcontroller so gepolt, dass sich das Rad durch abstoßende und anziehende Kräfte zwischen den Magnetfeldern in Bewegung versetzt. Der Wirkungsgrad sei somit wesentlich größer, da: „Man hier keine beweglichen Teile mehr hat, außer das reine Rad. Das heißt: Kein Getriebe, keine Zahnräder und keine Kupplung. Damit geht auch deutlich weniger Energie als Wärme verloren“, sagt Marcel Gellert. Das Einstellen der Software des Motorcontrollers sei dabei die größte Schwierigkeit gewesen, bei der das Team aber von Studierenden der Hochschule unterstützt wurde.

Aber auch insgesamt war die Arbeit am Auto sehr zeitaufwendig: „Um die sechs- bis siebentausend Stunden werden mit Sicherheit drin stecken“, überlegt Detlef Mittelstädt.

Trotz dieses großen Aufwands und vielen entstehenden Schwierigkeiten, wäre die Fluktuation wesentlich geringer, als bei anderen Schülerprojekten. Das heißt, das auch einige der Teammitglieder bereits im letzen Jahr dabei waren. Für Ancharlott Armbruster, die Fahrerin des Autos, ist es allerdings eine völlig neue Erfahrung: „Ich bin jetzt das erste Mal dabei und ich hoffe natürlich auch, dass wir gewinnen“, sagt die 15-Jährige. Komplettiert wird das Team von Oliver Böttner, Anton Lange, Nico Winter, Maya Jordan und Franziska Lorenz.

Am Rennwagen sind jetzt die letzten Arbeiten abgeschlossen und die Greendriver bereiten sich nun endgültig auf die Londonfahrt in der kommenden Woche vor.

Arne Lehmann

Das Starterlimit wurde aufgrund der großen Nachfrage erhöht. Der Startschuss fällt am 31. August. 550 Teilnehmer treten in verschiedenen Distanzen an. Noch werden Helfer gesucht.

27.06.2019

Am Sonntag um 17 Uhr wird die Reihe der Sommermusiken in der Kirche Pütte (Vorpommern-Rügen) eröffnet. Der Chor der Kirchengemeinde Pütte-Niepars präsentiert gemeinsam mit einem Flöten-Trio geistliche Lieder und Volksweisen.

27.06.2019

Defektes Bauteil verhinderte das Schließen des Klappmechanismus am Bahnteil der Ziegelgrabenbrücke zwischen Stralsund und Rügen. Die später geschlossene Brücke lässt sich derzeit nicht öffnen und verhindert damit Schiffspassagen.

27.06.2019