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Stralsund Kalorien und Co. auf der Spur
Vorpommern Stralsund Kalorien und Co. auf der Spur
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00:01 25.01.2018
Justin Sommerfeld, Leon Beckmann, Lucas Dews, Annalena Zühr, Alex Sellin, Max-Olaf Krause, Tim Schmidt und Nico Schröter (v.l.) aus der 10. Klasse haben sich mit „Esskultur“ befasst. Quelle: Foto: Miriam Weber
Stralsund

Schnellesser, Genießer oder doch eher die Kategorie Hauptsache billig? Und in welchen Dingen verstecken sich die meisten Kalorien?

An der Regionalen Schule „Hermann Burmeister“ hat sich in den vergangenen Wochen alles um gesunde Ernährung gedreht. „Im ganz weiten Sinne“, wie Lehrerin Steffi Henke erklärt. Jede Klassenstufe hat sich in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale mit einem anderen Thema beschäftigt. So stand unter anderem eine Einkaufsrallye im Supermarkt auf dem Plan, bei der die Schüler bei den Produkten mal genauer hingeschaut haben. Und das nicht nur bei den Preisen, sondern auch der Herkunft.

Was es mit dem Haltbarkeitsdatum auf sich hat, war für einige Schüler dann Neuland. „Ich habe das zu Hause gleich den Eltern gesagt, dass man nicht alles sofort wegwerfen muss, wenn das Datum erreicht ist“, sagt Maximilian Liedtke. Interessant fand Maximilian den Streifzug durch den Supermarkt. „Ich war überrascht, wie viel Fett in der Kinderschokolade steckt. Zucker war mir klar, aber Fett?“

Der 13-Jährige fand die Projektstunden spannend, ähnlich wie auch Odin Prochnio aus der 9. Klasse. „Klar wusste man auch vorher, dass es nicht besonders ökologisch ist, wenn man Produkte kauft, die erst einmal um die Welt gereist sind, um bei uns zu landen. Aber so richtig intensiv habe ich mich im Vorfeld nicht damit auseinandergesetzt“, gibt der 15-Jährige zu. Passend dazu wurde unter dem Motto „Esskultur“ darüber diskutiert, was es eigentlich bedeutet, auf regionales Essen zurückzugreifen. Und was den Schülern am meisten gefiel: „Dass wir gleich mal Dips ausprobiert haben“, sagt Odin. „Und zwar selbst gemachte.“

Seit 2017 wird an der Hermann-Burmeister-Schule die Gesundheitsförderung für Schüler und Lehrer groß geschrieben. Die Schule nimmt an dem Programm Gestikus (gesundheitsförderliche Strukturen in Kindertageseinrichtungen und Schulen) teil. „Dieses Programm steht auf mehreren Säulen“, erklärt Steffi Henke. Dazu zählen Prävention, Kommunikation und Konfliktbewältigung, Förderung der Bewegungsfreude, Entspannung und Stressbewältigung und schließlich ausgewogene Ernährung mit Spaß und Genuss. Dabei gehe es vor allem um Nachhaltigkeit. „Das heißt, dass wir die Kurse regelmäßig für die Klassenstufen anbieten wollen“, sagt Schulleiter Frank Sintara.

Doch nicht nur die Mädchen und Jungen stehen im Fokus. „Es geht auch um die Gesundheit der Lehrer“, betont der Schulleiter. Deshalb werden regelmäßig Fortbildungskurse zur physischen und psychischen Gesundheit angeboten.

Miriam Weber

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