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Stralsund Heimspiel für die Kanzlerin
Vorpommern Stralsund Heimspiel für die Kanzlerin
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20:28 22.02.2019
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU,r) stehen vor dem Jahresempfang des Wirtschaftsrates der CDU vor dem Rathaus. Die Kanzlerin will über die Lage in Europa und ihre Auswirkungen für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern sprechen. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Stralsund

Aufgeregt rutscht Luca Malaschnitschenko auf seinem Platz hin und her. Der 14-Jährige ist im letzten Jahr als Finder des Silberschatzes von Rügen über Nacht berühmt geworden. Der plötzlich einsetzende Medienrummel war ziemlich anstrengend, hört man aus seiner Familie. Nun sitzt Luca mit seinen Eltern und der kleinen Schwester beim Neujahrsempfang der Bundeskanzlerin in der Stralsunder Brauerei an einer langen, festlich gedeckten Tafel – und in einer kompletten Erwachsenen-Gesellschaft. Doch im nächsten Moment sieht sich der Schüler schon in großem Getümmel: Die Kanzlerin kommt – und schüttelt dem Jungen die Hand. Ein unvergesslicher Moment, den die Fotografen natürlich mit der Kamera festhalten.

„Da ist man schon ein bisschen aufgeregt“, gesteht Luca Malaschnitschenko. Aber ansonsten habe sich der ganze Rummel um den Silberschatz etwas gelegt. Und so kann sich Luca jetzt schon auf seine Zukunft konzentrieren, denn er will mal Archäologie studieren. Und nebenbei ströpert er über die Insel Rügen, sucht weiter nach kleinen Schätzen, die von längst vergangenen Zeiten erzählen. Eine Freundin hat er nicht, sagt der Achtklässler etwas schüchtern. Da hatte die kurzzeitige Medienpräsenz wohl keine Folgen...

Angela Merkel mit Schatzfinder Luca Malaschnitschenko. Quelle: Christian Rödel

Medienrummel, den ist Angela Merkel gewöhnt. Doch als die Kanzlerin im türkisfarbenem Blazer ans Rednerpult trat, strahlt sie, ist keinesfalls genervt vom Blitzlichtgewitter. Eher entspannt und gelassen. „Als ich mich als Parteivorsitzende verabschiedet habe, dachten einige, dass ich mich auch um den Wahlkreis nicht mehr kümmere. Dem widerspreche ich entschieden. Ich habe jetzt eher mehr Zeit als weniger. Und diese Zeit werde ich auch für den Wahlkreis aufwenden.“

Die Kanzlerin dankte den Kommunalpolitikern, würdigte vieles, was in Stralsund und im Landkreis auf den Weg gebracht wurde. Und sie freute sich, dass die Finanzierung der Werften gesichert ist. Liebe Worte von der Bühne, herzlicher Applaus aus dem Saal – da stimmte die Chemie. Für die Kanzlerin ist eben jeder Auftritt in Stralsund ein Heimspiel und eine Rückkehr nach Hause.

Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) hatte den Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft eine besonders bejubelte Nachricht mitgebracht. „Wir sind gerade zur schönsten Innenstadt gewählt worden“, sagte er und erklärte, dass die Hansestadt Stralsund im Ranking der Städte zwischen 50 000 und 100 000 Einwohner mächtig punkten konnte: Mit Kultureinrichtungen wie Meeresmuseum und Ozeaneum, mit tollen gastronomischen Einrichtungen und mit einem guten Einzelhandelsangebot. „Und was das Stadtbild unserer Welterbe-Stadt betrifft, hatten die Mitbewerber keine Chance, so Badrow stolz.

Flammkuchen für die Kanzlerin: Das Köcheteam des Braugasthaues mit Karola Kuhn, Praktikantin Annabelle Lemke und Hannelore Veit (v.l.) Quelle: Rödel

Hochklassige Darbietungen des Theaters Vorpommern vom „Rosenkavalier“ bis zu „Carmen“, ein buntes Büfett mit Flammkuchen, Ente und vielen Fisch-Kreationen sowie eine Kellner-Crew, die mit Witt-Bier und Übersee-Pils gern die neuesten Produkte der Brauerei kredenzte, sorgten dafür, dass sich die 400 Gäste einen gemütlichen Abend machen konnten.

Ines Sommer

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