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Stralsund Kim Wilde singt in Stralsund und keiner muss bezahlen
Vorpommern Stralsund Kim Wilde singt in Stralsund und keiner muss bezahlen
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05:56 26.04.2019
Kim Wilde wird am 13. Juli auf dem Neuen Markt aufspielen. Die 58-Jährige feierte ihre großen erfolge in den 80er-Jahren. Quelle: NDR
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Stralsund

Kramt die Haarbänder aus der Sockenschublade, die 80er kommen nach Stralsund. Der Radiosender NDR hat stolz verkündet, welche Künstler in diesem Jahr bei der hauseigenen Reihe von Open-Air-Konzerten in Mecklenburg-Vorpommern auftreten werden. Dass Stralsund –nach Jahren der Abstinenz – wieder auf dem popmusikalischen Speiseplan steht, stand schon seit einer Weile fest. Nun ist also auch klar, wer am 13. Juli auf der Bühne stehen wird: Die britische Popsängerin Kim Wilde, die in den 80er-Jahren besonders in Westdeutschland Erfolge feierte.

Das Konzert wird üblicherweise von einem Rahmenprogramm und einer Stadtwette flankiert – also einer meist kuriosen Aufgabe, die die Stralsunder zu dem Termin erfüllen sollen. Da gilt es jedenfalls noch eine Scharte auszuwetzen, denn die Wette ging 2012 verloren, als das Spektakel zuletzt in Stralsund gastierte. Danach war jahrelang Pause.

Kritik am früheren Finanzierungsmodell

Inwieweit dabei auch finanzielle Fragen eine Rolle gespielt haben, ist unklar. Für die Konzerte wird kein Eintritt erhoben. Schon deshalb galt es in der Vergangenheit als üblich, dass die beteiligten Städte oder alternativ örtliche Sponsoren offiziell als Mitveranstalter auftraten und sich mit fünfstelligen Beträgen an den Kosten beteiligten. In einigen Fällen hatte dies wegen schlechter Haushaltslage der beteiligten Gemeinden zu Problemen geführt. Zudem hatte es immer wieder Kritik gegeben, weil die Kommunen damit letztlich eine große PR-Kampagne für ein öffentlich-rechtliches Unternehmen finanzierten, die in Konkurrenz zu privaten Konzertveranstaltern steht. Ende vergangenen Jahres hatte der Greifswalder Unternehmer Marcel Glöden bekannt gegeben, die „Sundkonzerte“ einzustellen, bei denen in den vergangenen Jahren unter anderem die Musiker Cro, Roland Kaiser und Silbermond in Stralsund aufgetreten waren. Er begründete dies vor allem mit mangelnder Unterstützung aus der Politik.

Nun hat der öffentlich-rechtliche Sender die Bedingungen für die Teilnahme verändert. „Die Stadt ist nicht Mitveranstalter“, bestätigt Peter Koslik, Pressesprecher im Stralsunder Rathaus. Von seiten des NDR heißt es, das Konzept sei aus juristischen Gründen so verändert worden, dass der Sender alleiniger Veranstalter ist. Dabei sei es unter anderem um versicherungsrechtliche Fragen gegangen, so Monika Muth, von der Direktion des Landesfunkhauses in Schwerin. Man habe der Stadt allerdings angeboten, das geplante Programm auf dem Neuen Markt mit eigenen Aktionen bzw. Partnern zu ergänzen. „Bis jetzt wissen wir aber nicht, dass da etwas geplant sei“, so Muth.

Stadt verzichtet auf Gebühren

Ganz kostenfrei wird die Veranstaltung des Radiosenders für die Stralsunder dennoch nicht sein, räumt die städtische Pressestelle ein. Mit der Sperrung des Neuen Marktes für die VEranstaltung seien Umleitungen nötig, zudem werde es voraussichtlich zusätzliche Hinweisschilder geben, um auf Parkmöglichkeiten hinzuweisen. Im speziellen Fall der Sommertour verzichte die Stadt auch auf die Erhebung einer Nutzungsgebühr für den Platz. „Wir werden keine Gebühren nehmen, da sich das Event im öffentlichen Interesse befindet und eine Bereicherung für das Kulturleben unserer Stadt ist“, so Koslik. Dabei spiele auch eine Rolle, dass der Eintritt frei sei, also keine Gewinne erzielt würden. Tatsächlich erlaubt die städtische Satzung in solchen Fällen, auf Gebühren zu verzichten. Wie hoch die im konkreten Fall gewesen wären, lässt sich nur schwer nachvollziehen, weil dabei sehr viele individuelle Faktoren eine Rolle spielen. Nach Informationen der OZ wäre aber für die ganztägige Nutzung des Neuen Marktes mit einem mittleren vierstelligen Betrag zu rechnen. Die anschließende Reinigung des Platzes liege in der Hand des Veranstalters, betonte Koslik.

Carsten Schönebeck

Die Partei Die Linke kritisiert, dass die Wahlwerbung in Stralsund an mehreren Stellen nicht ordnungsgemäß angebracht sei, hat selbst als einzige Partei aber bislang nur wenig Plakate aufgehängt. Die politische Konkurrenz reagiert rhetorisch spitz, mahnt aber zur Gelassenheit.

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