Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Pantelitz plant Kita-Anbau mit eigener Küche
Vorpommern Stralsund Pantelitz plant Kita-Anbau mit eigener Küche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:57 22.02.2019
Die Kita Pusteblume in Pantelitz soll erweitert werden. Quelle: Ines Sommer
Anzeige
Pantelitz

Es ist wie überall – auch in Pantelitz platzt die Kindertagesstätte aus allen Nähten. Es gibt eine Warteliste, und auch wenn der Träger, der Verein Pusteblume, jetzt gemeinsam mit dem Landkreis eine vorübergehende Betriebserlaubnis für ein paar mehr Kinder bekommen hat, bleiben die Kita-Plätze knapp. „Und genau deshalb wollen wir anbauen. Seit August 2018 weiß ich, dass das auf unserem Gelände in Pantelitz auch geht“, so Kita-Chefin Gisela Schwebke.

Die Planung steht: Gewünscht wird ein Anbau Richtung Freifläche vorm Garten, und zwar in Massivbauweise. In dem findet ein Gruppenraum ebenso Patz wie die dazugehörigen Sanitäreinrichtungen und ein Mehrzweckraum, den man auch für Sport nutzen kann. „Wir haben sogar schon eine Baugenehmigung“, freut sich die Kita- und Vereins-Chefin, dass sowohl Gemeinde als auch Kita-Träger ihre Hausaufgaben gemacht haben. „Also wenn es nach uns geht, könnten wir sofort anfangen zu bauen, damit wir zum Jahresende einziehen können“, sagt die Pantelitzerin und lacht.

Kita Pusteblume in Pantelitz Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-HST

Denn sie weiß: So schnell geht es dann wohl doch nicht. Es fehlt nämlich ein entscheidendes Detail – die Förderung. „Der Anbau kostet 450 000 Euro. Wir haben sowohl Zuschüsse aus dem Kita-Investitionsprogramm beantragt als auch über das Amt für Landwirtschaft, das das Flurneuordnungsverfahren betreut. Mit anderen Worten: Warten ist angesagt. Und dafür haben die Pantelitzer eigentlich keine Geduld. „Aber was hilft’s. Da müssen wir durch. Aber wir hoffen, dass es nicht mehr so lange dauert mit dem Zuwendungsbescheid, denn ehe wir den nicht haben, können wir auch nicht mit der regionalen Ausschreibung starten.“

Die OZ fragte beim Landkreis wegen der Kita-Förderung nach: „Eigentlich war Pantelitz mit den Anträgen vorbildlich und weit, allerdings gab es jetzt eine Verzögerung, weil ein anderer Träger abgesprungen ist, so dass für die ,Pusteblume’ nun mehr Geld rausspringt. Dafür müssen wir aber die Anträge nach mal modifizieren“, sagte Landkreis-Sprecher Olaf Manzke gestern.

Was die Pantelitzer vorhaben, ist nicht nur ein normaler Anbau. Sie wagen auch einen Schritt entgegen allen Trends: Sie wollen wieder ihre eigene Küche haben. Und die findet in dem neuen Hausteil Platz. „Auch der Koch steht schon bereit, möchte lieber heute als morgen anfangen, für die Kinder zu kochen“, sagt Gisela Schwebke. Und wie kommt man auf so eine Idee, wo doch alle anderen Träger diese Personalkosten scheuen. „Wir haben uns das mal durchgerecht – es funktioniert. Und dann haben wir endlich ein kindgerechtes Essen“, so die Kita-Chefin, die übrigens auch mal Bürgermeisterin in Pantelitz war.

„Unser Koch will unbedingt regionale Produkte verarbeiten und hat dafür schon viele Ideen.“ Man gehe davon aus, dass das Essengeld nicht höher ausfällt als bisher. Und weil die Vorfreude so groß ist, haben die Pantelitzer schon mal eine neue Küche gekauft. „10 000 Euro hat die gekostet. Nimmt man die 15 000 Euro für die Bau-Planungen dazu, haben wir schon ganz schön was geleistet. Ein enormer Eigenanteil. Man darf ja nicht vergessen, dass wir nur ein kleiner Träger sind“, sagt Gisela Schwebke.

Im Moment werden in der „Pusteblume“ 25 Krippenknirpse im Alter bis zu drei Jahren betreut. Außerdem gibt es 36 Kindergartenplätze. 14 kommen nach Einweihung dazu. Liebevoll umsorgt werden die Mädchen und Jungen von acht Erziehern, zwei Auszubildenden und einer Bundesfreiwilligen-Dienstlerin.

Ines Sommer

Jetzt packen auch die Stralsunder beim Bau der Mega-Kreuzfahrtschiffe der MV Werften mit an. Noch im ersten Halbjahr sollen die Schiffbauer vom Strelasund Stahlbauarbeiten für die „Global 2“ übernehmen.

22.02.2019

Sie verlor in einer Kurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Zur Behandlung musste sie ins Krankenhaus gebracht werden.

21.02.2019

Eine politische Streitfrage in Stralsund ist soweit eskaliert, dass Bürgermeister Alexander Badrow (CDU) eine anonyme Todesdrohung erhielt. Inzwischen gibt es einen konkreten Verdacht, wer das Schreiben verfasst hat.

21.02.2019