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Stralsund Bürgermeister bekommen an der Wahlurne Konkurrenz
Vorpommern Stralsund Bürgermeister bekommen an der Wahlurne Konkurrenz
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06:00 18.05.2019
Für die Kommunalwahl in Drechow, Hugoldsdorf und Tribsees stehen insgesamt 47 Kandidaten auf den Wahlzetteln. Quelle: dpa
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Drechow/Hugoldsdorf/Tribsees

Die Kommunalwahl in Drechow dürfte spannend werden. 191 Wahlberechtigte haben am 26. Mai die Wahl unter 18 Kandidaten, die sich um sechs Plätze in der Gemeindevertretung bewerben. Den meisten Platz auf dem Wahlzettel nimmt die Drechower freie Wählergemeinschaft (DfW) mit elf Bewerbern ein. Drechows Bürgermeister Heiko Schütze tritt erneut als Einzelbewerber an. Die DfW schickt mit Thomas Seibert einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt.

Als Mitglied der Bürgerinitiative „Blinde Trebel“ hatte er sich einen Namen in der Protestbewegung gegen geplante Windparks in der Region gemacht. Der politische Umgang mit diesem Thema in der Gemeinde sowie im Land hat den 58-Jährigen und seine Mitstreiter bewogen, künftig aus dem Dorfparlament heraus ihre Stimme zu erheben. „Die Wählergemeinschaft hat sich gegründet, weil es Drechower gibt, die in diesem Punkt mit der Arbeit des bisherigen Bürgermeisters nicht zufrieden sind“, sagt Seibert. Angesichts von viel Rückendeckung sagt Seibert selbst, dass er für das Bürgermeisteramt als Teamplayer antrete. „Mir ist wichtig, nicht als Ein-Mann-Show zu agieren, sondern den Gemeinderat und die Drechower bei allen Entscheidungen mitzunehmen.“

Mitbewerber und Amtsinhaber Heiko Schütze sieht sich erstmals mit einem Gegenkandidaten konfrontiert. Das Amt hat er seit 1999 inne. Wähler im Dorf versucht er, über das Gespräch für sich zu gewinnen. Aus seiner Sicht hat die Diskussion zur Windkraft vor der Haustür positive Seiten. „Sie hat dazu geführt, dass viele Drechower stärker an Politik interessiert sind.“ Die Gründung der DfW sieht der 52-Jährige dennoch kritisch. „Ich hoffe sehr, dass sich die Themen des Bündnisses nicht in der Ablehnung der Windkraft erschöpfen.“ Er selbst sieht weitere Aufgaben, mit denen Drechow konfrontiert wird. Etwa die magere Finanzausstattung, die trotz des neuem Finanzausgleichsgesetzes in MV wohl nicht zu mehr Geld für die Gemeinde führen wird. Schütze setzt auf politische Erfahrung und seine Vernetzung mit Entscheidungsträgern, um für Drechow etwas bewegen zu können. Etwa, anstelle des zum Abriss vorbereiteten Wohnblocks, ein Baugebiet für junge Familien zu erschließen.

Hugoldsdorfer Amtsinhaber hofft, dass die Saat aufgeht

In Hugoldsdorf sind 90 Wahlberechtigte aufgerufen, aus neun Kandidaten sechs für die Gemeindevertretung zu wählen. Auch hier muss sich Amtsinhaber Daniel Triebel, der erst vor zwei Jahren ins Amt kam, mit einem Gegenkandidaten auseinandersetzen. „Mag sein, dass zwei Jahre wenig sind, um viele Spuren hinterlassen zu haben“, sagt Triebel. Doch der 42-jährige selbstständige Landwirt hofft, „etwas ausgesät“ zu haben. „Für mich ist die Wahl ein Zeichen, ob die Leute mit meiner Arbeit zufrieden sind“, sagt er. Mit seinen Themen setzt er auf den Erhalt Hugoldsdorfs als selbstständige Gemeinde. „Wahlgeschenke sind angesichts der leeren Haushaltskasse nicht drin“, sagt er, betont aber, dass er Mittel und Wege finden will, die Feuerwehr im Ort mit neuem Fahrzeug und Gerätehaus ausstatten zu lassen.

Mitbewerber um das Amt des Bürgermeisters ist Wolfgang Bathelt, Jahrgang 1953. Er kandidiert dafür auf der Liste der CDU. Sein Antrieb: „Es passiert mir zu wenig im Dorf. Das muss anders werden.“ Und so setzt er darauf, mit den vorhandenen Mitteln das Dorf wieder etwas schöner zu machen. „Ich möchte da auch mehr auf die Leute zugehen und versuchen, über gemeinsame Arbeitseinsätze etwas voranzubringen“, so der Rentner, der politische Erfahrung aus der Gemeindevertretung bereits mitbringt.

Drei Männer wollen auf Tribseeser Bürgermeisterstuhl

Zur Kommunalwahl bewerben sich 20 Frauen und Männer, darunter zwei Einzelbewerber, um die zwölf Mandate für die Tribseeser Stadtvertretung. Mit zehn Kandidaten stellt die Freie Wählergemeinschaft (FWG) mehr Bewerber als die Christdemokraten mit acht Wahlvorschlägen. Frau. Um das Amt des Bürgermeisters bewerben sich drei Kandidaten, darunter Amtsinhaber Thomas Molkentin (CDU).

Die FWG schickt mit Bernhard Zieris, Jahrgang 1962, einen Mann ins Rennen, der in der Stadtvertretung über 15 Jahre kommunalpolitischer Erfahrung verfügt. Der Unternehmer sagt: „Ich kann mich auf eine breite parteipolitisch unabhängige Basis der Wählergemeinschaft stützen.“ Er hat er sich den Ausbau der Infrastruktur und des Tourismus in Tribsees auf die Fahnen geschrieben.

Amtsinhaber Thomas Molkentin will das Leben in der Trebelstadt auch künftig als Stadtoberhaupt mitgestalten. Etwa durch den Neubau einer Mehrzweck- und Turnhalle, um den Schulstandort attraktiver zu gestalten, auf Jahre zu sichern und zugleich den Vereins- und Freizeitsport damit weiter zu fördern.

Und Einzelbewerber Jörg Kühnhold geht mit breiter Brust in den Wahlkampf. „Ich will dem Bürgermeister in die Stichwahl zwingen und dann gewinnen“, so der 50-Jährige. Einer seiner thematischen Schwerpunkte: „Wir müssen als Stadt jünger werden. Dazu muss Bauland für junge Familien ausgewiesen werden.“

47 Kandidaten bewerben sich um 24 Mandate in drei Kommunen

DRECHOW: Diese 18 Kandidaten kämpfen um sechs Mandate in der Gemeindevertretung:CDU: Thomas Tiedemann. Drechower freie Wählergemeinschaft (DfG): Helmut Karnatz, Thomas Seibert, Hartmut Belz, Lilia Krause, Robert Walther, Norbert Lübeck, Robert Krause, Hans-Günter Behrendt, Oliver Koch, Karla Rohrssen, Manuela Walther. Einzelbewerber: Angelika Dembski, Ina Felske, Agmene Liere, Judith Miks, Michael Miks, Heiko Schütze.

HUGOLDSDORF: Hier bewerben sich auf sechs Mandate neun Kandidaten: CDU: Wolfgang Bathelt, Doris Bathelt. Einzelbewerber: Christian Benedix, Lilly Bos, Sebastian Burr, Florian Lück, Marco Speer, Daniel Triebel, Martin Wichmann.

TRIBSEES: 20 Kandidaten für 12 Mandate: CDU: Thomas Molkentin, Manuel Horn, Olaf Wiese, Daniel Hurt, Ingolf Teske, Hannes Ventzlaff, Kerstin Korthals, Klaus-Dieter Quade. Freie Wählergemeinschaft „Wir für Tribsees“: Bernhard Zieris, Antje Groß-Klußmann, Steffen Bartsch-Brüdgam, Britt Zöllner-Fröbel, Mandy Gora, Christian Mielke, Renhard Drews, Kerstin Dahlmann, Anke Jahn, Heiko Baumann. Einzelbewerber: Enrico Braun, Jörg Künhold.

Jörg Mattern

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