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Stralsund Konkurrenz erhebt Vorwürfe gegen Zirkus „Busch“
Vorpommern Stralsund Konkurrenz erhebt Vorwürfe gegen Zirkus „Busch“
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05:05 27.07.2018
Das Gastspiel des Zirkus „Busch“ in Stralsund hat für jede Menge Wirbel gesorgt. Jetzt werden Vorwürfe der Konkurrenz laut. Quelle: Alexander Müller
Stralsund

Der Zirkus „Busch“ kommt nicht zur Ruhe: Nachdem der Streit mit der Stralsunder Stadtverwaltung um ein Auftrittsverbot vor Gericht geklärt werden musste, werden nun Vorwürfe von der Konkurrenz laut. Renate Schnabel arbeitet als Agentin für den Zirkus „William“, der im September nach Stralsund kommt. Sie beschuldigt den Circus „Busch“, sich mit seinem derzeitigen Gastspiel in der Hansestadt „unehrenhaft“ zu verhalten.

Es sei ein ungeschriebenes Gesetz in der Zirkuswelt, sich nicht unmittelbar vor dem Auftritt der Konkurrenz auf einem anderen Platz innerhalb der gleichen Stadt einzumieten. „So verhält sich kein seriöser, qualitätsvoller Zirkus. Die Strategie des Zirkus ’Danny Busch’ ist: Ausschalten der Konkurrenz – und das auch noch, indem man auf die Tränendrüse drückt“, sagt Renate Schnabel.

Der Zirkus „Busch“ ist seit Tagen in den Schlagzeilen, weil die Stralsunder Stadtverwaltung ihn dazu zwingen wollte, das Zelt wieder abzubauen. Begründung: Das Areal neben dem Rügenzubringer, das von der Firma Sund-Park an den Zirkus vermietet wurde, sei für derartige Festveranstaltungen nicht zugelassen. Die fahrenden Künstler zogen daraufhin vor Gericht und setzten sich durch. Sie betonten in dem Streit immer wieder öffentlich, dass es dabei auch um die eigene Existenz geht.

Der Versuch der Behörden, den Auftritt zu unterbinden, könnte aus Sicht der Beteiligten auch andere Gründe gehabt haben. Zum einen gilt das Verhältnis der Stadt zur Firma Sund-Park, die auf der Fläche angekündigte Investitionsvorhaben bislang nicht umgesetzt hat, als angespannt. Zum anderen könnte es einen Zusammenhang zu Versprechungen geben, die im Vorfeld dem Zirkus „William“ gemacht worden sein sollen. Der wird nämlich auf der Mahnkeschen Wiese stehen – einem Gelände der Hansestadt. „William und mir als Agentin wurde seitens der Stadt im Vorfeld versichert, dass kein anderer Zirkus mindestens zehn Wochen vorher in Stralsund gastieren wird. Man hat darauf vertraut, dass die Stadtverwaltung diesem nicht seriösen, unverfrorenen Vorgehen des Zirkus ’Danny Busch’ Einhalt gebietet und ihn zum Abzug bewegt, da sonst das Gastspiel gefährdet ist“, sagt Agentin Renate Schnabel.

Die Stadtverwaltung bestätigt, dass es eine Zusicherung gab – die habe aber nur für die Mahnkesche Wiese gegolten, wo in der Vergangenheit stets alle Zirkusveranstaltungen stattgefunden hätten. Pro Jahr würden dort zwei bis drei Gastspiele genehmigt werden. „Damit sich die Zirkusse nicht gegenseitig kannibalisieren, achtet die Stadt darauf, dass zwischen den Veranstaltungen ein Zeitraum von mindestens zwei Monaten liegt“, heißt es in einer Stellungnahme.

Alexander Scholl, Direktor vom Zirkus „Busch“, weist die Vorwürfe der Konkurrenz von sich. „Der Zirkus ’William’ kommt fünf Wochen nach uns nach Stralsund. Das ist genug Abstand und ganz normal in Deutschland“, sagt er. Sein Gastspiel in Stralsund habe er bereits im vergangenen Jahr fest eingeplant.„Klar, werden die sich bei William jetzt ärgern. Das verstehe ich. Aber Konkurrenz gehört zum Geschäft,“, sagt Alexander Scholl. Der Direktor will trotz des ganzen Ärgers in Zukunft wieder nach Stralsund kommen. Er möchte dann wieder auf der Wiese der Firma Sund-Park stehen. Die koste nämlich nur einen Bruchteil der städtischen Fläche auf der Mahnkeschen Wiese.

Alexander Müller

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