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Stralsund Stralsunder können ihre Stadtmarke mitentwickeln
Vorpommern Stralsund Stralsunder können ihre Stadtmarke mitentwickeln
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10:00 30.08.2019
Ideen gefragt: Was wird die Kernbotschaft für Stralsund? Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Bei der Entwicklung einer Stadtmarke für die Hansestadt sollen die Stralsunder mit ihren Ideen möglichst umfassend mit einbezogen werden. Wie das gelingen kann, das stellten am Mittwochabend Theresa Zimmer und Deborah Hahn von der Identitätsstiftung Hannover den Mitgliedern des Stadtmarketingvereins Stralsund vor. Die Agentur ist mit der Erarbeitung des Konzepts zur Entwicklung einer Stadtmarke beauftragt.

Konzentriertes Verfahren auf fundierter Basis

Die Grundidee verdeutlichte Projektleiterin Theresa Zimmer eingangs mit einer Frage: „Wie wäre es, die Stadtmarke für Stralsund in einem kollektiven Prozess innerhalb von nur einer Woche zu entwickeln?“ Damit ließe sich ein konzentriertes Verfahren gestalten, das auf einer fundierten, methodischen Basis ablaufe.

Für die Stadtmarke an einem Strang ziehen

Theresa Zimmer stellte klar, dass so eine Woche intensiver Ideenfindung, in der viele für die künftige Stadtmarke an einem Strang ziehen, einer soliden Vorbereitung bedarf. Vieles davon ist schon passiert, denn die Identitätsstiftung hat für eine Ist-Analyse zur Wahrnehmung der Hansestadt Interviews geführt mit Einwohnern, Unternehmen, Studenten und Touristen.

Stärken und Schwächen analysiert

Die dabei aufgezeigten Stärken der Hansestadt beziehen sich unter anderem auf die reizvolle Landschaft und Architektur das Welterbe, das große Engagement der Bürger in vielen Bereichen, das Wachstum der maritimen Wirtschaft sowie in Tourismus- und Gesundheitsbranche.

Als Schwächen werden unter anderem der Fachkräftemangel gesehen, eine hohe Arbeitslosenquote, nicht ausreichende Kita- und Schulplätze, das bisher nicht vorhandene einheitliche Bild der Stadt für die Außendarstellung.

Im Makerport werden Ideen gesammelt

Aus Sicht der Projektleiterin kommt es daher jetzt darauf an, die Akteure zusammenzubringen und „die Vielfalt griffig zu machen“. Zum Tag des Mittelstandes am 7. September auf dem Alten Markt soll der Arbeitsstand am Konzept einem größeren Publikum vorgestellt werden. Entsprechend vorbereitet, soll dann der kollektive Ideenfindungsprozess in der letzten Septemberwoche starten. Im sogenannten Makerport, in der einstigen Kinderblibliothek, haben die Projektbearbeiter die zentrale Basis für die Aktionswoche ausgemacht.

Das passende Etikett dazu heißt „Unser Stralsund“. Darunter lassen sich nach Ansicht von Projektassistentin Deborah Hahn, gemeinsam mit allen interessierten Bürgern Ideen finden zu solchen Themen wie Stralsund als Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusort. Der Makerport bietet neben dem Platz zum Diskutieren in Workshops auch genug Raum, die entwickelten Ideen plakativ mit Porträts und Stadtbildern zu einer bunten interaktiven Ausstellung zusammenzuführen.

Veranstaltung in Grünhufe geplant

Doch das Projektteam will die Aktionswoche nicht nur auf den Makerport beschränken, sondern nach außen gehen. So soll es unter anderem Veranstaltungen im Nachbarschaftszentrum in Grünhufe und im Romantikhotel „Scheelehof“, geben um auch hier Ideen für die Konzeptenwicklung zur Stadtmarke einzusammeln.

Am Ende sollen die Ergebnisse der Aktionswoche zunächst dem zeitweiligen Bürgerschaftsausschuss Stadtmarke präsentiert werden, der sich am Dienstag konstituiert hat. Im Oktober wird die Identitätsstiftung dann die Aktionswoche auswerten und daraus die Stadtmarke entwickeln.

Um Stadtmarke wird seit 2009 gerungen

Im Stadtmarketingverein herrschte abschließend Einigkeit darüber, dass die Vereinstätigkeit in den nächsten Wochen gezielt darauf gerichtet wird, die Stralsunder mit ihren Ideen für die Aktionswoche zu aktivieren. Denn gerungen wird um die Stadtmarke bereits seit 2009. Wirtschafts- und Marketingexperten wollen diese Marke, das zeigt das finanzielle Engagement der Stralsunder Wirtschaft, die 20 000 Euro aufbrachte, um eine Konzeptstudie anzuschieben. Wissenschaftler wie Prof. Heiko Auerbach von der Hochschule Stralsund befürworten eine Stadtmarke als Kernbotschaft für die Hansestadt.

Und es war nicht zuletzt der Stadtmarketungverein, der in einem Strategiepapier feststellte, warum Stralsund eine Stadtmarke braucht: Damit soll „eine regionale und überregionale Positionierung der Hansestadt als Tourismus-, Bildungs-‚ Kultur-, Sport- und Einkaufsstadt erreicht“ werden. Letztlich geht es um zwei Dinge. Eine stärkere Identifikation der Stralsunder und ihrer Gäste mit der Hansestadt zu erreichen sowie im Wettbewerb der Städte deutschlandweit mit einer Kernbotschaft zu punkten.

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Von Jörg Mattern

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