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Stralsund Kopftuchverbot: Linke kritisiert Landrat Kerth
Vorpommern Stralsund Kopftuchverbot: Linke kritisiert Landrat Kerth
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14:30 25.01.2019
Landrat Stefan Kerth (SPD) muss sich für sein Engagement gegen Kopftücher in Schulen Kritik gefallen lassen. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Die Partei Die Linke wirft Vorpommern-Rügens Landrat Stefan Kerth (SPD) mangelnde Toleranz vor. Grund dafür ist, dass Kerth öffentlich die Petition „Den Kopf freihaben!“der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes unterstützt. „Es geht um ein Kopftuchverbot an Schulen und Kindergärten. Kinder sollen selbstbestimmtes Denken erlernen und keine Selbstdiskriminierung“, schreibt Kerth zur Begründung auf seiner Facebookseite.

„Landrat Kerth fischt mit der öffentlichen Unterstützung eines Kopftuchverbots in Schulen in rechten Gewässern und unterstellt, dass Mädchen mit Kopftüchern in ihrem Denken und Handeln eingeschränkt seien. Ich empfehle Herrn Kerth sich lieber mit dem Investitionsstau an unseren Schulen auseinanderzusetzen, anstatt die Religionsfreiheit zu hinterfragen“, kritisierte daraufhin die Landeschefin der Linken, Wenke Brüdgam. Auftrag von Schulen müsse das Vermitteln von Werten und demokratischen Umgangsformen sein, „nicht die Wertung von religiösen Symbolen. Selbstbestimmte Schülerinnen brauchen nicht die Hilfe eines Landrats, der den Kopf anscheinend nicht frei von fragwürdigen Gedanken hat“. Auch auf Kerths Facebookseite sammelten sich Kommentare, in denen seine Haltung kritisiert wird.

Laut Terre des Femmes seien das Kinderkopftuch und eine Verschleierung von Mädchen aller Altersstufen inzwischen ein zunehmendes Phänomen in vielen Schulen und Kindergärten. Dies stehe für eine Diskriminierung und Sexualisierung von Minderjährigen.

Benjamin Fischer

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