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Stralsund Künftig Parkhaus statt Mensa am Schießwall?
Vorpommern Stralsund Künftig Parkhaus statt Mensa am Schießwall?
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00:00 09.12.2015
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Greifswald

Die Mensa am Schießwall wird künftig nicht mehr für die Versorgung der Studenten und Mitarbeiter gebraucht. Gekocht wird bereits am Beitzplatz.

Hintergrund ist die Fertigstellung der neuen Speisehalle an der Loefflerstraße. Ende 2017 sollen laut aktueller Planung die Mensa auf dem Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Campus Loefflerstraße mit 380 Plätzen und die zugehörige Cafeteria eingeweiht werden, informiert Christian Hoffmann, der Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL) des Landes.

Was aus dem Gebäude am Schießwall wird, das ist gegenwärtig unklar. Die studentischen Senatoren und Bürgerschaftsmitglieder Milos Rodatos (Piraten) und Erik von Malottki (SPD) schlagen vor, dass die Mensa ab 2018 zum Parkhaus umgebaut wird.

Und was den beiden jungen Männern besonders wichtig ist: Der traditionsreiche Mensaclub könnte im Parkhaus weiter bestehen. Immerhin können Speisehalle und Club Anfang 2016 ihren 40. Geburtstag feiern.

„Es gibt sonst keine Möglichkeit, das geschichtlich bedeutsame Gebäude am Schießwall zu erhalten“, sagt Rodatos. „Weder die Universität als Eigentümer der Immobilie noch das Studentenwerk haben dafür das Geld.“ Für die Sanierung wären nach einer Schätzung des BBL acht bis zehn Millionen, informiert Studentenwerksgeschäftsführerin Dr. Cornelia Wolf-Körnert.

„Im von der Bürgerschaft beschlossenen Rahmenplan für die Entwicklung der Innenstadt und Fleischervorstadt wird ausdrücklich die Untersuchung mehrerer Standorte für ein Parkhaus festgeschrieben“, so von Malottki. Der bisher favorisierte Nexöplatz sei verkehrlich schlechter angebunden, argumentiert er. Innenstadtbesucher würden vom Schießwall ohne Straßenquerung ins Zentrum gelangen können.

Prüfen soll die Umsetzung der Idee die stadteigene Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG). Deren Planungen für den Nexöplatz sind weit fortgeschritten. 3,5 Millionen Euro sollen dort investiert werden.

GPG-Geschäftsführer Detlef Borchert hält nichts von der Idee der beiden Bürgerschaftsmitglieder: Erstens sei das Gebäude überhaupt nicht für ein Parkhaus geeignet. Auch Abriss und Neubau seien nicht praktikabel, denn es gebe erstens keine vernünftige Straßenanbindung. Und zweitens sei die GPG mit der Idee eines Parkhauses in diesem Bereich nach Protesten aus der Politik und von Bürgern gescheitert, erinnert der Geschäftsführer. „Wir dürfen uns nicht totprüfen“, sagt Borchert. Von Malottki und Rodatos lassen das nicht gelten. Natürlich müssten sich Bau- und Verkehrsexperten mit dem Projekt befassen. Rodatos verweist auch darauf, dass der Hansering in diesem Bereich recht breit sei, so dass sich die Zufahrt zum Parkhaus wahrscheinlich schaffen lasse.

Unabhängig davon, ob das Parkhaus am Schießwall Erfolgsaussichten hat: Das noch Anfang 2015 favorisierte Projekt einer Kulturmensa mit Räumen für Initiativen, Vereine, für das Studententheater ist Geschichte, sagt Wolf-Körnert. Es ist zu teuer.

Aktuelle Verkaufsabsichten für das Grundstück dementierte Kanzler Dr. Wolfgang Flieger auf der letzten Sitzung des Akademischen Senats. „Das Rektorat wird sich zu gegebener Zeit damit wieder befassen“, sagt Sprecher Jan Meßerschmidt nur.

Die in der Mensa noch beheimatete Verwaltung des Sudentenwerks muss auf jeden Fall umziehen. Die Universität habe Räume in hochschuleigenen Gebäuden in der Falladastraße angeboten, so dazu Wolf Körnert.



Eckhard Oberdörfer

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