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Stralsund Kulturtreff-Verein muss Heimatmuseum aufgeben
Vorpommern Stralsund Kulturtreff-Verein muss Heimatmuseum aufgeben
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05:39 09.11.2017
Ein Jammer, wenn das Museum in Richtenberg schließen würde.
Ein Jammer, wenn das Museum in Richtenberg schließen würde. Quelle: Ines Sommer
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Richtenberg

Eine richtige Fundgrube ist die Ausstellung zur Richtenberger Heimatgeschichte geworden. Doch was in den 90er-Jahren im Rathaus begann, in der Alten Schlosserei fortgeführt wurde und sich schließlich 2014 im ehemaligen Restaurant „Ente“ weiterentwickelte, scheint nun ein jähes Ende zu finden. Weil der Richtenberger Kulturtreff das kleine Musuem nicht mehr halten kann, droht die Schließung.

Seit Jahren ringt der Kulturtreff-Verein in Richtenberg (Vorpommern-Rügen) um eine Förderung für das kleine Museum – ohne Erfolg: Nun droht der Verkauf von Hunderten Exponaten, die die Geschichte der Stadt belegen.

Und das bedeudet: Hunderte Exponate und Ausstellungsstücke müssen verkauft werden.

„Wir haben uns seit Jahren um Museumsförderung bemüht – vom Land bis zur untersten Ebene. Ohne Erfolg. Doch ohne Zuschüsse kann Kultur nicht funktionieren. Da bleibt sie ein Luxus, den man sich nicht leisten kann. Schon gar nicht als Verein“, sagt Bernd Meier vom Kulturtreff-Verein und betont: „Dabei gehört ein kleines Heimatmuseum in jeden Ort. Wir waren schon stolz auf das, was wir hier zusammengetragen haben.“

In den letzten zehn Jahren regelte ein Vertrag mit Hauseigentümer Peter Schmiedling, dass der Kulturtreff die Räume für die Heimatausstellung mietfrei nutzen konnte und nur für die Betriebskosten aufkommen musste. „Schon daran hatten wir zu knabbern. Aber jetzt läuft der Vertrag aus. Um die Miete zahlen zu können, bräuchten wir entweder einen großen Gönner oder wir müssen eine Nutzung anstreben, die Geld in die Kasse bringt“, sagt Jan Zipperling. Der 24-Jährige ist nach dem Generationswechsel im Kulturtreff der neue Vorsitzende. Seit 1998 gibt es den Verein in Richtenberg, der 43 Mitglieder zählt. Bekannt ist der Verein nicht nur wegen des Museums, sondern vor allem für Helmerich-Sage und Märchenspiele.

Ines Sommer

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