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Stralsund Land will Ex-Schiffbauern bei beruflichem Neustart helfen
Vorpommern Stralsund Land will Ex-Schiffbauern bei beruflichem Neustart helfen
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13:22 25.07.2013
Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD). Foto: Karlheinz Schindler/Archiv
Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD). Foto: Karlheinz Schindler/Archiv
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Stralsund

Seit einem Jahr wird nach einem Investoren für die insolvente P+S-Werft in Stralsund gesucht. Bislang ohne Erfolg. Auch wenn die Landesregierung die Hoffnung auf einen Neuanfang nicht aufgibt, baut sich Mitarbeitern nun Brücken in andere Jobs.

Die Landesregierung will Schiffbauern aus Stralsund beim Wechsel in andere Berufe finanziell unter die Arme greifen. Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD) kündigte am Donnerstag bei einem Besuch der insolventen P+S-Werft eine sogenannte Neustartprämie an. Maximal 1200 Euro sollen Beschäftigte erhalten, die einen neuen Job annehmen. Die Ministerin geht nach eigenen Angaben davon aus, dass auch bei erfolgreicher Investorensuche nicht alle Arbeitskräfte übernommen werden können. Bislang ist aber für die Werft in Stralsund noch kein Käufer in Sicht. Die ebenfalls von der Insolvenz betroffene Wolgaster Peenewerft war von der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen worden.

Laut Schwesig sollen mit der Neustartprämie mögliche Einkommensverluste gedämpft und der Neuanfang erleichtert werden. Bezahlt werde die Prämie aus den Mitteln der Transfergesellschaft, die vom Land mit insgesamt 14,5 Millionen Euro ausgestattet worden war. „Wir wollen diese hoch qualifizierten Beschäftigten in Mecklenburg Vorpommern halten, und wir wollen, dass sie hier auch eine Zukunftsperspektive haben“, betonte Schwesig. Knapp 1700 Mitarbeiter waren in die nach der Insolvenz eingerichtete Transfergesellschaft gewechselt, wie die IG Metall nach dem Besuch Schwesigs auf der Werft mitteilte. Rund die Hälfte der ehemaligen P+S-Schiffbauer in Stralsund und Wolgast habe mittlerweile aber neue Arbeit gefunden oder sich selbstständig gemacht. Die Transfergesellschaft läuft Ende Oktober 2013 aus. Noch 800 Werft-Mitarbeiter sind laut IG Metall bislang ohne neuen Job.

dpa