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Stralsund Letzte Zuflucht: Kirche
Vorpommern Stralsund Letzte Zuflucht: Kirche
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07:18 25.08.2015
Eine Familie aus der Ukraine lebt derzeit im Kirchensayl in Stralsund.
Eine Familie aus der Ukraine lebt derzeit im Kirchensayl in Stralsund. Quelle: Miriam Weber
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Stralsund

Eine kleine Ecke des Zimmers in der Stralsunder Kirche ist mit rosa Vorhängen zum Spielen abgeteilt. Daneben ein großes Bett, ein kleiner Küchenschrank. Überall sind Zettel an die Wände gepinnt, auf denen deutsche Redewendungen stehen.

Ein ukrainisches Paar hat sich in diesem Zimmer eingerichtet, es ist ihr Zuhause auf Zeit. Der 29-Jährige und seine 28-jährige Frau leben mit ihrer kleinen Tochter im Kirchenasyl in Stralsund. Für die Familie ist es die letzte Zuflucht, um nicht abgeschoben zu werden.

Nach aktuellen Zahlen der Nordkirche finden in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 31 Personen in 18 Kirchenasylen Unterkunft. Sie wird Flüchtlingen ohne legalen Aufenthaltsstatus dann gewährt, wenn bei einer Abschiebung in ihr Herkunftsland Folter oder Tod drohen.

Die Kirchengemeinde stimmt gemeinsam darüber ab, ob sie dieses zeitlich begrenzte Asyl gewährt. „Es ein Zeitaufschub, in dem der Einzelfall von den Behörden noch einmal geprüft werden kann“, sagt Pastor Reinhart Haack.



Weber, Miriam