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Stralsund Mann aus Anklam wegen Misshandlung seines Babys vor Gericht
Vorpommern Stralsund Mann aus Anklam wegen Misshandlung seines Babys vor Gericht
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15:36 11.07.2018
Ein Vater steht in Stralsund wegen mutmaßlicher Misshandlung seines Babys vor Gericht. Quelle: Antje Bernstein
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Stralsund

Wegen der mutmaßlichen Misshandlung seiner dreimonatigen Tochter muss sich ein 30-jähriger Mann aus Anklam vor dem Stralsunder Landgericht verantworten. Er soll am 10. Oktober 2017 eine seiner beiden Zwillingstöchter so heftig geschüttelt haben, dass sie dauerhafte Schädigungen erlitt. Der Vorfall soll sich laut Anklage in einer betreuten Wohneinrichtung in Greifswald ereignet haben, in der die Mutter mit den Zwillingen lebte, wie ein Sprecher des Landgerichts Stralsund sagte. Der Vater war zum Tatzeitpunkt allein mit seinen beiden Kindern. Der Betreuerin soll später das apathische Verhalten eines der beiden Mädchen aufgefallen sein und sie habe den Kinderarzt informiert.

Der Vater bestreitet bislang die Tat, wie es weiter hieß. Er will sich zum Tattag nicht äußern, sagt aber am Mittwoch zu Verhandlungsbeginn: „Ich würde eher sterben, als meinen Kindern etwas anzutun.“ Vor dem Prozess hatte er die Tat bestritten. Das Gericht hat zwei Prozesstage angesetzt.

Bis zu 200 Kinder werden jedes Jahr wegen eines Schütteltraumas in Deutschlands Kliniken behandelt, sagt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. In 30 Prozent der Fälle sterben die Kinder an den Folgen ihrer Verletzungen. Der Rest leidet meist lebenslang unter Lernschwierigkeiten oder Entwicklungsstörungen.

Oftmals verlieren Eltern die Kontrolle, weil ihr Kind nicht aufhört zu schreien. Experten raten Überforderten, ihr Kind dort abzulegen, wo ihm nichts passieren kann, und den Raum kurz zu verlassen. Sollte auch das nicht helfen, sollten sich Eltern Hilfe bei Freunden und Verwandten holen.

Dpa/antje Bernstein

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