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Stralsund Mehr Lebensqualität in Knieper West
Vorpommern Stralsund Mehr Lebensqualität in Knieper West
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11:00 25.11.2019
Daniel Spranger ist Stadtteilkoordinator für den Stralsunder Stadtteil Knieper West, der seit Anfang des Jahres zum Bund-Länder-Projekt „Soziale Stadt“ gehört. Quelle: Miriam Weber
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Stralsund

Mit 12 348 Einwohnern ist Knieper West der größte Stadtteil Stralsunds – und einer mit vielen Herausforderungen. Doch die werden angepackt. Zu Beginn des Jahres wurde Knieper West in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen, ähnlich wie bereits die Stadtteile Grünhufe und Franken. „Unter anderem ist damit die jährliche finanzielle Förderung in Höhe von 20 000 Euro für Kleinprojekte verbunden“, erklärt Stadtteilkoordinator Daniel Spranger. „Deren Ziel ist es, die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern und nachbarschaftliche Kontakte zu pflegen.“ Ein weites Feld, doch der Anfang ist gemacht.

Angebot mit Senioren erhalten

Wenn man sich die Altersstruktur der Bewohner des Stadtteils anschaut, wird man mit der Nase auf eine Baustelle gestoßen. „34,9 Prozent der Menschen, die hier leben, sind über 65 Jahre alt“, sagt Daniel Spranger. Diese Leute zu erreichen, sei eine der drei wichtigsten Aufgaben, die er sich gestellt hat. „Es gibt schon viele Aktivitäten, die wir gern beibehalten wollen, wie etwa Skatrunden, den Chor oder das Tanzen.“ An dieser Stelle könne man viel übers Netzwerk arbeiten. Seniorenbeirat, Volkssolidarität – teilweise sitzen einige Partner schon im Boot, aber da könne man noch mehr ranholen.

Baustelle Nummer zwei sind die Jugendlichen, oder viel mehr die Frage danach, welche Freizeitmöglichkeiten die Jugendlichen im Stadtteil haben. Und schließlich der dritte Punkt: „Welche Chancen haben wir, ein breiteres Angebot für sportliche Aktivitäten anzubieten?“

Bewohner sind engagiert und motiviert

Ideen, den Stadtteil wieder lebenswerter für alle Generationen zu gestalten, gibt es viele, denn: „Das Potenzial hier ist riesig“, sagt Daniel Spranger. Über allem schwebt der Gedanke des Gemeinsamen. „Deshalb haben wir uns für die sogenannten Stadtteilrunden entschieden, zu denen wir quartalsweise einladen.“ Diese sind offen für alle Interessierten und Engagierten. Dort erfahre man nicht nur eine hohe Resonanz, sondern es würden auch viele Initiativen entstehen, wie etwa der Knieperbote, eine vierteljährlich erscheinende Zeitung mit vielen Neuigkeiten für Knieper West. Oder auch die Sport- und die Jugendkonzeptentwicklung. „Bei Letzterem möchten wir gern mit den Jugendlichen des Stadtteils zusammenarbeiten, und sie haben auch ein Interesse daran.“

Visionen gebe es viele, eine erste habe man sogar bereits mit teilweise verlängerten Öffnungszeiten im Jugendtreff umgesetzt. Der Kinder- und Jugendtreff gehört zum Stadtteilzentrum, das von der Stralsunder Innovation Consult (SIC) betrieben wird. Komplettiert wird das Stadtteilzentrum vom Treff „ZuverSICht“, in dem sich auch Stadtteilkoordination und Stadtteilbüro befinden, von der Tauschbörse und der Kleingartenanlage im Teichhof.

„Am besten wäre es natürlich, wenn wir bei der Entwicklung eines Jugendkonzepts auch die Senioren mit an den Tisch holen könnten“, sagt Daniel Spranger. Denn schließlich gebe es zwischen diesen Generationen oft die größten Missverständnisse.

Alle gemeinsam an einen Tisch

Schließlich spricht er noch den dritten wichtigen Punkt an: Sportliche Aktivitäten für alle. „Da haben wir verschiedene Ideen gemeinsam mit dem Verein Sport live entwickelt.“ So soll unter anderem der Teichhof wieder nutzbar gemacht werden. Um diesen hatte es immer wieder Diskussionen wegen Vandalismus gegeben. „Wir werden das Gelände einzäunen. So ist es vormittags mit den Sportanlagen für die Schule nutzbar und am Nachmittag steht er dann dem organisierten Freizeitsport zur Verfügung.“

Besonders freut sich der Stadtteilkoordinator darauf, ein Kleinod im Wohngebiet weiter zu entwickeln: Die sogenannte grüne Farm. „Sie ist dann die Schnittmenge zwischen allem.“ Kinder und Jugendliche könnten sich dort mit verschiedenen Aktivitäten genauso gut aufhalten wie Senioren, Familien, Sportler oder Gartenfreunde. „Da haben wir noch einiges vor“, schaut er in die Zukunft.

Das Wichtigste für Daniel Spranger ist es, Leute mit Ideen und Initiative zusammenzubringen und Synergien zu schaffen. „Wir wollen und sollten Konkurrenz vermeiden und wollen deshalb mit allen gut zusammenarbeiten.“ Die Leute müssen für ein Gespräch an einen Tisch gebracht werden.

Als Stadtteilkoordinator steht Daniel Spranger den Bürgern für Gespräche zur Verfügung, im „ZuverSICht“ mittwochs 15 bis 17 Uhr und donnerstags 9 bis 11 Uhr.

Von Miriam Weber

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