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Stralsund Muslime planen Begegnungszentrum
Vorpommern Stralsund Muslime planen Begegnungszentrum
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07:47 14.03.2017
Aus der ehemaligen Spielkartenfabrik am Stralsunder Kütertor will das islamische Weimar Institut ein Begegnungszentrum machen. Bereits jetzt kommen dort bis zu 100 Muslime für das Freitagsgebet zusammen. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Die Hansestadt Stralsund soll einen zentralen Anlaufpunkt für Muslime bekommen. Das hauptsächlich von deutschsprachigen Muslimen gegründete Weimar Institut plant ein Kultur- und Begegnungszentrum am Stralsunder Kütertor. In der ehemaligen Spielkartenfabrik in der Heilgeiststraße soll auf vier Etagen Platz für ein Cafe, Seminare, Ausstellungen und einen muslimischen Gebetsraum geschaffen werden. Das Projekt steht aber noch ganz am Anfang. Bereits jetzt kommen dort einmal in der Woche bis zu 100 Menschen für das traditionelle Freitagsgebet zusammen.

Anfang März hat die Landesregierung bekanntgegeben, dass das Weimar Institut vom Verfassungsschutz beobachtet und als islamistisch eingestuft wird. Zu den Hintergründen dieser Einschätzung äußerte sich das Innenministerium auf OZ-Anfrage aus Geheimhaltungsgründen nicht näher. „Konkrete Gefährdungshinweise liegen den Sicherheitsbehörden dazu nicht vor“, sagt Marion Schlender, Sprecherin des Innenministeriums. Das Weimar Institut weist den Islamismus-Vorwurf zurück. „Er entspricht nicht der Wahrheit, sonst würden wir uns wohl eher in den Hinterzimmern von Hinterhofmoscheen aufhalten. Wir sind auch nicht antisemitisch eingestellt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Stefan Wilms (51).

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Alexander Müller

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