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Stralsund Nach Auftrittsverbot: Lage bei Zirkus „Busch“ spitzt sich zu
Vorpommern Stralsund Nach Auftrittsverbot: Lage bei Zirkus „Busch“ spitzt sich zu
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12:23 25.07.2018
Das Zelt hat der Circus Busch trotz Verbots in Stralsund aufgebaut. Jetzt soll er es wieder abbauen.
Das Zelt hat der Circus Busch trotz Verbots in Stralsund aufgebaut. Jetzt soll er es wieder abbauen. Quelle: Alexander Müller
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Stralsund

Die Situation um den Circus Busch spitzt sich zu. Nachdem der Berliner Zirkus am Montag seine Zelte trotz eines Verbots der Hansestadt aufgebaut hatte (die OZ berichtete), erhielt Zirkusdirektor Alexander Scholl am Dienstag von Mitarbeitern des Bauamtes der Stadtverwaltung eine sogenannte bauaufsichtliche Ordnungsverfügung. Nach Aussage Scholls gab es die Aufforderung, die Zelte bis Mittwochnachmittag, 16 Uhr, wieder abzubauen. Sollten sie dem nicht nachkommen, drohe ein Bußgeld in Höhe von 10 000 Euro. 

Derzeit hat der Zirkus seine Manege auf der Gewerbefläche der einstigen Ölspaltanlage neben dem Rügenzubringer aufgeschlagen. Die dafür notwendige Genehmigung hatte die Stadt im Vorfeld allerdings nicht erteilt. Die Crux an der Sache: Der Zirkus hat die Fläche von der Firma Sundpark gemietet, die die Nutzungsrechte dafür hat. Doch für dieses Gelände ist es von der Stadt „grundsätzlich nicht gestattet, Zirkus- oder Festveranstaltungen anderer Art durchzuführen“, heißt es von der Verwaltung. 

Der Zirkus bleibt hartnäckig. „Wir werden unsere Zelte nicht abbrechen“, sagte Yvette Scholl gestern der OZ.

Miriam Weber