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Stralsund OZ-Leser haben abgestimmt: Blaupunktrochenmädchen heißt Cassandra
Vorpommern Stralsund OZ-Leser haben abgestimmt: Blaupunktrochenmädchen heißt Cassandra
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06:38 28.02.2019
Das kleine Blaupunktrochenmädchen, das in der Nacht zum 23. Januar im Stralsunder Meeresmuseum zur Welt gekommen ist, wird künftig den Namen „Cassandra“ tragen. Darüber haben die Leser der OSTSEE-ZEITUNG in einer Onlineumfrage abgestimmt. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Stralsund

Cassandra – das bedeutet die Verführerin oder auch die, die in die Zukunft sehen kann und ist künftig der Name für das Blaupunktrochenmädchen, das in der Nacht zum 23. Januar im Meeresmuseum zur Welt gekommen ist. In den vergangenen Wochen haben 368 OZ-Leser bei einer Onlineumfrage darüber abgestimmt, welchen Namen sie tragen soll.

Im Vorfeld hatten das Meeresmuseum und die OZ dazu aufgerufen, Vorschläge für einen Namen für das Tier einzureichen. Einziger Wunsch: Der Anfangsbuchstabe sollte ein C sein, da die Eltern der kleinen Dame Charlotte und Charly heißen. Aus der Vielzahl an Vorschlägen wurden die zehn meist genannten schließlich zur Abstimmung gestellt. Das Ergebnis ist denkbar knapp, lange Zeit lieferten sich „Cassandra“ und „Cari“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Cassandra mit 19,6 Prozent vor Cari mit 19,3 Prozent die Nase vorn.

Dem Blaupunktrochennachwuchs Cassandra geht es im Quarantänebecken gut. Bald zieht sie ins Schaubecken um.

„Der Name geht in Ordnung“, sagt Tierpfleger Kay-Michael Hirsch, der sich um den Rochennachwuchs kümmert, und ohnehin meistens „Mäuschen“ zu Cassandra sagt. Derzeit lebt Cassandra noch in einem Quarantänebecken hinter den Kulissen. „Das hat den einfachen Grund, dass wir sie hier besser unter Kontrolle haben und gezielt füttern können“, erklärt Kay-Michael Hirsch. Zumal es auch für die Mitarbeiter des Meeresmuseums der erste Blaupunktrochennachwuchs ist. „Wir mussten also erst einmal schauen, wie sich alles entwickelt.“

Aber Cassandra gehe es richtig gut, sagt Kay-Michael Hirsch. Mittlerweile bringt das Tier 277 Gramm auf die Waage und ist bis zur Schwanzspitze 39 Zentimeter groß. Als sie nach der Geburt vermessen wurde, war sie 216 Gramm leicht und 36 Zentimeter groß. „Am liebsten frisst sie großen Krill“, sagt der Ziehpapa, der sich auch um das Becken 4 und damit um Cassandras Eltern kümmert. Die beiden seien übrigens nach wie vor sehr verkuschelt, erklärt der 41-jährige Pfleger. „Sie pusseln ständig“, sagt er mit einem Lachen. Dass Charlotte trächtig war, habe er mitbekommen. „Immerhin sind Rochen fünf Monate tragend und irgendwann war das Bäuchlein nicht mehr zu übersehen.“ Sie sei sehr verfressen und auch ein bisschen zickig gewesen. „Bei Charlotte und Charly ist das wie bei einem richtigen Ehepaar“, sagt Kay-Michael Hirsch. „Sie zoffen sich, vertragen sich aber auch wieder schnell.“

Cassandra zieht bald um

In ein paar Wochen wird Cassandra in das Schaubecken 4 umziehen und dann dort mit ihren Eltern Charlotte und Charly ihr neue Umgebung erkunden. Wobei sie auf elterliche Unterstützung wohl verzichten muss, denn bereits nach der Geburt sind Blaupunktrochenbabys, die lebend zur Welt kommen, vollständig entwickelt und auf sich allein gestellt.

Er habe schon eine besondere Beziehung zur Rochenfamilie, gesteht Hirsch. „Sie sind wunderschön und es sieht ästhetisch aus, wenn sie durchs Becken schwimmen“, erklärt er. Doch am schönsten sei es, dass Charlotte zutraulich ist. „Sie lässt sich von mir streicheln und aus der Hand füttern. Charly ist da entschieden schüchterner.“ Auch Cassandra hat er bereits ins Herz geschlossen. „Im Moment übe ich mit ihr, dass sie weiß, wann es Futter gibt. Ich füttere sie mit einer Pinzette und klopfe damit gleichzeitig an die Scheibe. Dann weiß sie auch später im großen Becken, dass Futterzeit ist.“ Im Moment hätte Cassandra dort noch keine Chance, weil es zu viele Futterkonkurrenten im Becken gibt. „Dort leben nicht nur die Blaupunktrochen, sondern auch eine Menge anderer Fische.“

Die blauen Punkte bei den Tieren seien so etwas wie ein Fingerabdruck, erklärt Martin Schröder, der ebenfalls Tierpfleger im Meeresmuseum ist. „Dieses Muster ist bei jedem Tier individuell.“ Was die ferne Zukunft für sie bereithält, weiß Cassandra, die Sehende, wohl nur allein. Allerdings können wir vorhersehen, dass Cassandra schon ganz zeitnah für alle Besucher des Meeresmuseums im Becken Nummer 4 zu bestaunen sein wird.

Miriam Weber

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