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Stralsund Ein Storchennest fürs Storchennest
Vorpommern Stralsund Ein Storchennest fürs Storchennest
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09:30 05.05.2019
Am Sitz des Storchennestvereins in Niepars stellten Mitarbeiter des Energieversorgers E.dis jetzt einen Mast samt Storchennest als Bruthilfe für Meister Adebar auf. Eine Kindergruppe des Vereins hatte das Nest liebevoll zusammengebaut. Quelle: Jörg Mattern
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Niepars

Gleich neben dem Vereinssitz des Jugendhauses Storchennest hinter dem Ortseingangsschild von Niepars steht jetzt ein etwa 12 Meter hoher Holzmast mit einem Storchennest darauf. „Das passt gut zu unserem Vereinsnamen“, sagt Anke Ehrecke, die Vereinschefin. Es erinnert sie an die Anfänge des anerkannten Trägers der Jugendhilfe am einstigen Verwaltungssitz in Obermützkow. „Dort hatten wir bereits einmal ein Storchennest auf dem Dach des Hauses, das in jedem Jahr belegt war.“

Darauf, jetzt in Niepars bald einen Storch in Sichtweite der beiden Vereins-Scheunen aus- und einfliegen zu sehen, hoffen jetzt die Kinder, die in das Vorhaben Nestbau mit einbezogen waren. „Darauf gekommen, uns mit einer Heimstatt für den Storch zu befassen, sind wir bei einem Ausflug mit den Kindern zum Kranorama im nahen Günz“, sagt Jan Dietrich, der das Projekt mit betreute. Es waren die Fachleute vom Kranichzentrum Groß Mohrdorf, die darauf aufmerksam machten, dass der Energieversorger E.dis über sein Naturschutzprogramm den Bau solcher Nisthilfen unterstützt.

Der Kontakt zur E.dis kam unkompliziert zustande“, berichtet Dietrich. Gemeinsam mit Storchenvater Carsten Meiser und Naurschutzverantwortlichen des Landkreises wurde ein passender Standort für das Nest erkundet. Eine Kindergruppe des Storchennestvereins beschäftigte sich inzwischen mit dem Nestbau. Zusammen wurde passendes Material aus dem Wald geholt, dabei gleich die Natur mit erkundet und dann gingen die Lütten ans Korbflechten und polsterten diesen zuletzt mit Gräsern und Reisern aus.

Entsprechend groß war die Neugier, als am Montag die E.dis mit Bagger und Kran anrückte, um ein etwa drei Meter tiefes Loch für den Mast zu setzen und diesen dann mithilfe des Krans darin zu befestigen. Immer wieder wurde vorsichtig nachgeschaut, ob das Loch auch tief genug wird.

Das Jugendhaus Storchennest betreut aktuell 550 Mädchen und Jungen in sechs Kindertagesstätten zwischen Born, Groß Mohrdorf und Franzburg sowie in zwei Horten und dem Jugendgästehaus „Graureiher“ in Nehringen, das für Klassenfahrten genutzt wird. Wie Chefin Anke Ehrecke weiter berichtet, ist der Verein für diese und weitere Aufgaben mit 140 Mitarbeitern im Einsatz. Zu beliebten Ausflugszielen haben sich auch die Minimanufaktur und die Orangerie des einstigen Gutshauses mit Café und Gärtnerei in Parow entwickelt. Die zahlreichen Angebote des Vereins reichen von der Kinder- und Jugendarbeit über gemeinschaftliches Gärtnern bis hin zur Schulsozialarbeit.

Jörg Mattern

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