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Stralsund Sieben Ein- und Mehrfamilienhäuser geplant
Vorpommern Stralsund Sieben Ein- und Mehrfamilienhäuser geplant
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10:24 22.12.2018
So soll das Areal Heilgeiststraße/Wasserstraße/Am Fischmarkt einmal aussehen, wenn die sieben Stadthäuser errichtet sind. Quelle: Visualisierung: Sieben Stadthäuser.de
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Stralsund

Neue Häuser auf historischem Grund – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Derzeit laufen an der Ecke Heilgeist-/Wasserstraße bis zum Fischmarkt Bauarbeiten, sieben Stadthäuser sollen dort entstehen. Bei den Arbeiten ist ein Stück der einstigen mittelalterlichen Hafenmauer freigelegt worden, die aus großen Feldsteinen bestand. Die Stadtwaage in der Wasserstraße, in der bis vor wenigen Monaten noch die Kinderbibliothek untergebracht war, steht sogar direkt auf der alten Hafenmauer. „Für uns bedeutet dieser Fund allerdings einen großen Einschnitt“, sagt Thorsten-Joachim Kindt unumwunden. Er hat die sieben Ein- und Mehrfamilienhäuser geplant. Bauherr ist Dirk Gohr. Denn nun müssen die komplette Statik neu berechnet und die Pfahlgründung verlegt werden. Damit geht einher, dass an diesen Stellen neu sondiert werden muss, weil das Areal zu den Bombenabwurfgebieten im Zweiten Weltkrieg gehörte. „Wir hoffen aber trotzdem, dass wir im Januar des kommenden Jahres die Bodenplatte schütten können.“

Im derzeit laufenden ersten Bauabschnitt werden zunächst drei Häuser am Fischmarkt entstehen. Laufe alles nach Plan, ist Ende 2019 mit der Fertigstellung zu rechnen, dann schließe sich der nächste Bauabschnitt Am Fischmarkt/Wasserstraße an. „Bei allen Gebäuden richten wir uns nach der historischen Parzellenstruktur“, erklärt Joachim-Thorsten Kindt. Deshalb wird auch die kleine Gasse In der Bucht, die es dort früher einmal gab, wieder entstehen.

Beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 waren auch einige Häuser des Quartiers 21 zerstört worden. Seit 1950 gab es die Straße In der Bucht nicht mehr. Die historische Gasse, die wiederhergestellt werden soll, reichte von der Wasserstraße bis zur Ecke Heilgeiststraße/Am Fischmarkt. Um 1800 hieß die kurze Gasse noch Am alten Giergraben.

Der Giergraben verlief vom Frankenteich entlang der ehemaligen Stadtmauer bis zum Rosengarten im Johanniskloster und mündete dann in den Strelasund. Er nahm sämtlichen Unrat auf, der auf die Straßen der Stadt gelangte. Wann die Gasse den Namen In der Bucht erhielt, ist nicht bekannt.

Interessant ist auch die Historie des Hauses Am Fischmarkt 4, das sich entlang der gesamten „Bucht“ erstreckte. Es waren ehemals zwei Fachwerkhäuser, die erst 1845 einen Eigentümer erhielten. Auf alten Fotos oder Postkarten kann man diese Teilung noch erkennen. In beiden Gebäuden befanden sich traditionsreiche Gaststätten: Zunächst die Kneipe „Zur Linde“ auf der rechten Seite mit einem Eingang vom Fischmarkt aus, dann die Kneipe „Zum Gustav Adolf“, deren Eingang sich in der Gasse befand. Die namengebende Linde steht übrigens noch immer dort und soll nach Aussagen Joachim-Thorsten Kindts auch möglichst stehen bleiben.

Bei der Planung der neuen Häuser habe man sich bei den Höhen und Formen an die ursprüngliche Bebauung gehalten. „Allerdings haben wir in der Wasserstraße auf ein Geschoss verzichtet.“ Die Wohnungen, die sich in allen Häusern in den oberen Etagen befinden, haben unterschiedliche Größen zwischen 65 und 190 Quadratmeter. „Einige sind barrierefrei und mit einem Fahrstuhl zu erreichen.“ Im Erdgeschoss aller sieben Häuser sind Gewerbeeinheiten vorgesehen.

Miriam Weber

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