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Stralsund Neuer Markt: Gestaltung noch völlig offen
Vorpommern Stralsund Neuer Markt: Gestaltung noch völlig offen
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07:55 27.03.2015
Blick von St. Marien auf den Neuen Markt. Der ist jetzt vor allem Parkplatz.
Blick von St. Marien auf den Neuen Markt. Der ist jetzt vor allem Parkplatz. Quelle: Roedel@arguseye.de
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Stralsund

Die Zukunft des Neuen Marktes in Stralsund ist weiter völlig unklar. Das unterstrich der Leiter der Abteilung Planung und Denkmalpflege der Hansestadt, Ekkehard Wohlgemuth, am Donnerstagmorgen vor Mitgliedern der Sektion Vorpommern-Rügen des Wirtschaftsrats der CDU.

„Es gibt noch keinen Plan“, sagte er. Vielmehr werde derzeit an einer Aufgabenstellung gearbeitet, die Voraussetzung für einen Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes sei. Er rechnet damit, dass dieser Wettbewerb im kommenden Jahr ausgeschrieben wird, wenn die Bürgerschaft einen entsprechenden Beschluss fasst. Wann tatsächlich mit den Bauarbeiten begonnen wird, ist nach Aussagen des Stadtplaners noch offen.

Trotzdem gibt es laut Wohlgemuth Vorstellungen zum Neuen Markt, die aus den Workshops mit Bürgern und Gewerbetreibenden von vor zwei Jahren stammen. Damals sei deutlich geworden, dass viele Stralsunder sich den größten Platz der Hansestadt als Fläche zum Verweilen wünschen, wie sie es vor der Bebauung auf dem so genannten Rathausplatz (Quartier17) gab. Dazu müsste dann aber das Parkplatz-Problem gelöst werden. Denn bislang ist der Neue Markt die größte innerstädtische Stellfläche für Autos.

Derzeit prüft die Stadt Alternativen. Eine Möglichkeit wäre eine Tiefgarage. Bis zum Sommer könnte klar sein, ob diese Lösung überhaupt machbar ist. Wenn nicht, kämen neue Pkw-Stellflächen auf der Schützen- bzw. der Weingartenbastion in Frage, erklärte Wohlgemuth.

Einig ist man sich offensichtlich bereits, dass der Neue Markt im Zusammenhang mit dem Marienkirchhof gestaltet werden soll. Dabei spielt auch der Wunsch nach dem Zugang der Kirche über das Nordportal eine große Rolle. Doch dabei ergibt sich der nächste Konflikt: Was passiert mit sowjetischem Ehrenmal und -friedhof?

Unabhängig davon wünschen sich viele Stralsunder, dass das Areal weiter Parkplatz bleibt. Davon würde vor allem der Einzelhandel profitieren. Wohlgemuth sagte aber auch: „Die Ver- und Entsorgungsleitungen unter dem Platz müssen erneuert werden. Da ist es sinnvoll, über eine Neugestaltung nachzudenken. Das derzeitige Aussehen und die Nutzung basieren auf den Gegebenheiten der frühen 70er-Jahre."



Jens-Peter Woldt