Notfall-Betreuung in den Kitas wird aufgestockt
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Stralsund Notfall-Betreuung in den Kitas von Vorpommern-Rügen wird aufgestockt
Vorpommern Stralsund

Notfall-Betreuung in den Kitas wird aufgestockt

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15:00 23.04.2020
Viele Eltern sind durch die Gleichzeitigkeit von Homeoffice und Kita-Schließung besonders belastet. Eine Erweiterung der Notfall-Betreuung in der Kita kann nun Entspannung bringen. Quelle: Christin Klose/dpa
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Stralsund

Gute Nachrichten für Familien – die Kita-Notbetreuung wird auch in Vorpommern-Rügen erweitert. So können weitere systemrelevante Berufs- und Bedarfsgruppen (gemäß der Allgemeinverfügung der Landesregierung vom 17. April 2020 zum Besuch von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege) von der Kita-Notfallbetreuung Gebrauch machen. Die OZ zeigt hier, für wen was gilt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Mindestens ein Elternteil muss in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sein und eine private Kinderbetreuung kann nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden.

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Was zählt zur kritischen Infrastruktur?

Unter anderem der Gesundheits- und Pflegebereich, die Lebensmittelversorgung, Justiz und Verwaltung sowie die Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Kraftstoffversorgung, Abwasserbeseitigung und Abfallentsorgung.

Wie müssen Eltern das belegen?

Eine schriftliche Erklärung der Eltern, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann, muss vorgelegt werden. „Auch eine schriftliche Erklärung des jeweiligen Arbeitgebers, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur nach Allgemeinverfügung tätig und die Präsenz des Elternteils am Arbeitsplatz für das Funktionieren der jeweiligen kritischen Infrastruktur zwingend notwendig ist, muss bei uns im Jugendamt vorgelegt werden“, sagt Olaf Manzke, Sprecher des Landkreises. Ist der in der kritischen Infrastruktur tätige Elternteil selbstständig, wird der Nachweis durch eine schriftliche Eigenerklärung ersetzt.

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Wo sind die Unterlagen einzureichen?

Die erforderlichen Unterlagen sind bei der Kindertageseinrichtung oder bei der Kindertagespflegeperson abzugeben. Die Formulare für die Beantragung sind im Internet unter der Adresse www.lk-vr.de auf der Schwerpunktseite zu Corona im Bereich „Häufig gestellte Fragen“ (FAQ) – Kitas – Notfallbetreuung zu finden. „Für die Entscheidung sind dann gemäß der Allgemeinverfügung die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, also das Jugendamt, zuständig“, so Manzke gegenüber der OZ.

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