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Stralsund OZ-Aktion: „Gutes Investment in Kinder“
Vorpommern Stralsund OZ-Aktion: „Gutes Investment in Kinder“
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08:00 21.12.2018
Helmut und Jan Dahnke vom Caravan-Center Dahnke sind von dem Projekt der Strelakids überzeugt und unterstützen dies mit einer Spende von 1000 Euro. Groß war die Freude darüber bei Dana Morawski und Alrun Reinarz von den Strelakids. (v.l.) Quelle: HST
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Stralsund

Für Helmut Dahnke, Chef des Familienunternehmens Caravan-Center Dahnke, ist die OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ eine gute Sache. „Wir versuchen immer, mit Spenden zu helfen“, sagt er und betont: „Voraussetzung ist aber ein kurzer Weg zu den Spendern. Das Geld soll vor Ort helfen. Und später kann ich mich davon überzeugen, was aus den Spenden geworden ist.“

In der OZ haben sich die Dahnkes über das Projekt der Gesundheitssprechstunde des Stralsunder Vereins Strelakids informiert. „Das Vorhaben hat uns überzeugt“, sagt er im Gespräch mit Vereinschefin Dana Morawski und Alrun Reinarz. Sein Schwiegersohn Jan-Uwe Dahnke hat selbst zwei Kinder: „Ich weiß, wie viel solche Unterstützung für Familien bedeuten kann, wenn die Kinder noch klein sind und man mit seinen Fragen nach einem Ansprechpartner sucht.“ Dafür sind die 1000 Euro, die auf dem Spendenscheck stehen, aus Sicht des Familien-Unternehmens „gut investiert“, wie Helmut Dahnke betont.

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Der Firmenchef hätte sich noch mehr Resonanz von Stralsunder Unternehmen für das Familienprojekt der Strelakids gewünscht. Wie Jan-Uwe Dahnke sagt: „Am besten vor Ort umschauen und sich hier alles zeigen lassen, wie diese Hilfe für schwer kranke Kinder und deren Familien geleistet wird. Vielleicht kommt dann der eine oder andere Geschäftsführer auf die Idee, dass hier jeder Euro gut aufgehoben ist.“

Helmut Dahnke plädiert nach dem Gespräch mit den beiden Frauen vom Verein dafür, dass solch ein Projekt es verdient, mit öffentlicher Förderung verstetigt zu werden. Wie Dana Morawski und Alrun Reinarz berichten, will sich der Verein darum bemühen. „Die Idee ist, dass wir mit Hilfe der Spendengelder der OZ-Leser das Projekt auf den Weg bringen und die Arbeit daran dokumentieren. Mit dieser Dokumentation wollen wir an Kreis und Land herantreten und um weitere Unterstützung kämpfen“, sagt Morawski. Sie wollen damit zum Nachdenken anregen. Die vom Land gewährten Frühen Hilfen für Familien mit Kindern enden automatisch mit dem ersten Geburtstag des Kindes. „Der Bedarf ist damit aber nicht gedeckt“, wenn Kinder in dieser Zeit nicht gesund werden, Probleme in Familien weiter bestehen“, betont Alrun Reinarz, die als Familienkinderkrankenschwester vielen Familien hilft.

Das Stralsunder Callcenter der Unternehmensgruppe Kunden-Dialog-Welt (KDW) spendet indes 500 Euro für die Strelakids. „Das ist unsere Art, etwas für das erfolgreiche Jahr zurückzugeben“, sagt Projektleiter Lennart Goldbecher. Mitte Mai erst wurde der Standort in der Heilgeiststraße 85 eröffnet – mit nur zwei Mitarbeitern. Mittlerweile sind es 80 und bis zum nächsten Jahr sollen es doppelt so viele werden. „Wir entwickeln uns rasant und sind immer auf der Suche nach neuen Leuten.“ Auch Quereinsteiger bekämen gute Chancen. Was den Projektleiter besonders freue ist, dass sich so tolle, menschliche Teams entwickelt haben.

„Da macht es umso mehr Spaß, nun etwas für andere zu tun“, erklärt Goldbecher. An wen die Geldspende gehen soll, sei lange im Callcenter überlegt worden. „Klar war nur, dass es für Bedürftige in Stralsund sein sollte und dass es insgesamt 1000 Euro sein werden.“ Bei ihren Recherchen hätten er und seine Kollegen sich nur schwer entscheiden können, wer das Geld am dringendsten gebrauchen könnte. „Es gibt viele, die Großes leisten und es verdient hätten.“ Deshalb wurde der Spendenbetrag aufgeteilt: eine Hälfte geht an die Strelakids, die andere an das Tierheim in Stralsund.

Von Jörg Mattern und Pauline Rabe

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