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Stralsund Ostmole wird nicht bis zum Sommer fertig
Vorpommern Stralsund Ostmole wird nicht bis zum Sommer fertig
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06:00 20.01.2018
Das Ende der Bauarbeiten an der Ostmole auf dem Dänholm verschiebt sich von Juli in den Dezember.
Das Ende der Bauarbeiten an der Ostmole auf dem Dänholm verschiebt sich von Juli in den Dezember. Quelle: Architekten- und Ingenieurunion Stralsund
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Stralsund

Die Bau- und Sanierungsarbeiten an der Ostmole auf dem Dänholm in Stralsund verzögern sich. Eine Nutzung der Steganlage des Wassersportzentrums ist in diesem Jahr nicht mehr möglich, wie der Pressesprecher der Stadt, Peter Koslik, informierte. Ursprünglich war im Juli diesen Jahres mit dem kompletten Bauende gerechnet worden, nun wird der Dezember anvisiert.

Die Folgen für das Wassersportzentrum

Auf dem Dänholm gibt es im Wassersportzentrum fünf Stege von verschiedenen Segelvereinen der Stadt, an denen zusammen etwa 250 Boote Platz finden. „Das ist bitter für alle Sportfreunde“, sagt Michael Lüdtke, Vorsitzender des Wasserportzentrums. „Wir hatten gehofft, dass ab Mai nach und nach alle Stege wieder nutzbar sind.“

Trotz des Verzugs bei den Bauarbeiten soll im Frühjahr an zwei Wochenenden die Möglichkeit zum Kranen der Boote im Wassersportzentrum bestehen. Doch in den Häfen der Stadt gibt es ohnehin zu wenig Ausweichplätze für alle Bootseigner. Für einige ist damit die Saison beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat. Michael Lüdtke fügt jedoch hinzu: „Es ist für uns wichtig, dass die Bauarbeiten beendet werden, denn die Erneuerung des Wellenschutzes ist für den Hafen essenziell.“

Auch Stefanie Wiechert, Betreiberin des Bistros „Smutjes“ auf dem Dänholm, schaut sorgenvoll in Richtung Sommer. „Wegen der Bauarbeiten war die Saison im vergangenen Jahr schon früher beendet und nun das.“ Doch die 36-Jährige hofft, dass sie durch die Stammkundschaft den zu erwartenden schwierigen Sommer „irgendwie auffangen“ kann.

Die Schwierigkeiten beim Bau

Zu den Verzögerungen haben „unvorhergesehene Hindernisse bei der Kampfmittelberäumung“ beigetragen, wie Peter Koslik erklärt. Bauarbeiten mussten wegen Sturm und Hochwasser unterbrochen werden, Wrackbergungen entpuppten sich als langwieriger als erwartet, und auch bei den aktuellen Arbeiten wird der Zeitplan durcheinander geworfen. Die Entsorgung sogenannter Sinkstücke ist aufwändiger als zunächst gedacht. Sinkstücke dienen als Befestigung des Meeresbodens zwischen den Spundwänden. An der Ostmole sind diese Stücke mit Schlick und Betonbruch bedeckt.

Insgesamt werden in die Sanierung der Ostmole 7,41 Millionen Euro investiert. Wie hoch die Mehrkosten durch die Verzögerungen sind, weiß noch niemand.

Miriam Weber

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