Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Ostseeküstenradweg: Halbinsel Devin bleibt unberührt
Vorpommern Stralsund Ostseeküstenradweg: Halbinsel Devin bleibt unberührt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:13 12.11.2015
Blick über die Halbinsel Devin. Der Radweg durch das Naturschutzgebiet ist vom Tisch. Quelle: Bund
Anzeige
Stralsund

Die Ortsgruppe Stralsund des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) und die Bürgerschaftsfrakrion der Bündnisgrünen begrüßen die Entscheidung der Stralsunder Stadtverwaltung, Pläne einer Trassenführung des Ostseeküstenradwanderweges über die Halbinsel Devin nicht weiter zu verfolgen.

Die Naturschützer hatten diese Variante strikt abgelehnt, da die Halbinsel ein ökologisch sensibles Gebiet ist und gleich mehrfach als schützenswert klassifiziert wurde (Flora-Fauna-Habitat, EU-Vogelschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet und Naturschutzgebiet).

Anzeige

Bund-Sprecher Fabian Czerwinski: „Nun muss darauf geachtet werden, dass das Naturschutzgebiet Kormoransiedlung bei Niederhof nicht negativ durch die Streckenführung beeinträchtigt wird.“

Der Vorsitzende der bündnisgrünen Bürgerschaftsfraktion, Jürgen Suhr, erklärte in diesem Zusammenhang: „Neben einem Schlafplatz für Gänse gibt es auf der Halbinsel auch Fischotter und Tauchenten, die unter einem besonderen Schutz stehen. In diesem Kontext ist die aktuelle Nutzung auch als Naherholungsbereich möglich, eine intensive touristische Nutzung wäre einfach zu viel und unverträglich.“

Begründet hatte die Stadtverwaltung ihre Entscheidung, die Pläne für die so genannte Variante 1 des Ostseeküstenradweges zwischen Stralsund und Greifswald nicht weiter voran zu treiben, weil mit der Succow-Stiftung keine Einigung zum Ankauf benötigter Grundstücke erzielt worden sei.

Jetzt soll die Radwegtrasse von Devin kommend bis Brandshagen unmittelbar neben der Allee an der ehemaligen Bundesstraße entlang führen. Von dort geht es dann über die Marina in Neuhof in Küstennähe weiter in Richtung Greifswald.



Jens-Peter Woldt