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Stralsund Ostseetunnel: Naturschützer warnen vor Gefahren
Vorpommern Stralsund Ostseetunnel: Naturschützer warnen vor Gefahren
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13:58 25.11.2014
Die sogenannte Königslinie, also die Fährverbindung zwischen Sassnitz und Trelleborg, ist mit einer Fahrzeit von vier Stunden die derzeit kürzeste Verbindung zwischen Deutschland und Schweden. Mit einem Ostseetunnel ginge es noch deutlich schneller. Quelle: Stefan Sauer / dpa
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Stralsund

Der Plan zu einem Super-Tunnel zwischen Stralsund und dem schwedischen Trelleborg stößt bei Umweltschützern auf Kritik. Ihnen bereitet die Idee Bauchschmerzen, Verkehrsströme aus Skandinavien durch die Urlaubsgebiete von Vorpommern-Rügen zu leiten. „Das ist ein völlig irrer Vorschlag. Einerseits wollen wir größte Tourismusregion Deutschlands sein. Auf der anderen Seite kommen solche verrückten Ideen auf den Tisch“, sagt Marlies Preller vom Naturschutzbund Rügen.

Sie stört besonders, dass die Züge in Sassnitz aus dem Tunnel auftauchen und dann über Deutschlands größte Insel Richtung Stralsund weiterfahren sollen. „Da bin ich absolut dagegen. Da können wir unsere Ferieninsel ja gleich begraben.“

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Der etwa 100 Kilometer lange Tunnel zwischen MV und Schweden wäre eines der spektakulärsten Verkehrsprojekte der Welt. Derzeit untersucht ein Bündnis aus internationalen Unternehmen und Wissenschaftlern unter norwegischer Führung die technische und ökonomische Machbarkeit.

Die Norweger erhoffen sich von einer direkten Bahnstrecke zwischen Oslo, Malmö und Berlin, ihre rasant wachsende Hauptstadt besser an den europäischen Kontinent anzubinden.



Alexander Müller

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